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Votivleuchter, zweiflammig
4. Jh. n. Chr
Die Fragmente von zwei Leuchtern in Bronzegusstechnik wurden gemeinsam bei den Bauarbeiten für eine Eisenbahn in Ragosnitz gefunden. Sie sind jetzt in moderne Holzständer eingelassen, mit Verbindungsstücken aus Blei (Inv.Nr. VI 727) und Eisen (Inv.Nr. VI 728). Beide Leuchter haben als Herzstück jeweils eine radförmige Scheibe mit Christogramm und Votivinschrift auf der Vorderseite. Als Kerzenhalter dienen Blüten mit je fünf lilienartig geformten Blättern und mit einem Eisendorn in der Mitte. Der Leuchter Inv.Nr. VI 728 besteht aus zwei blütenförmigen Kerzenhaltern, die von Händen gehalten werden, die seitlich aus dem Scheibenkreuz herauswachsen. Die Blüten mit lebendig gestalteten Blättern sind extra angesetzt. An der linken Blüte fehlen zwei Blätter, an der rechten Blüte ist an einer Blattspitze eine tropfenförmige Dekorierung erhalten. Die Scheibe mit dem Christogramm ist mit zwei silbernen Ziernägeln über dem Rho und mit einem Kerbschnittmuster am Chi verziert. Auch hier verläuft die lateinische Votivinschrift mit eingemeißelten Buchstaben am äußeren Rand der Scheibe, wobei wahrscheinlich vier Buchstaben am Ansatz zum Ständer ergänzt werden müssen: INTIMIVS MAXSIMILIANV[S FRA]TRES CRISPINO POSVERVNT „Die Brüder Intimius und Maximilianus haben (den Leuchter) dem (heiligen) Crispinus aufgestellt“. Vereinzelt finden sich Fragmente von ähnlichen Leuchtern, zum Beispiel aus der Provinz Noricum: in Lauriacum/Enns, Museum Lauriacum Inv.Nr. VI 328. Da keine ganz erhaltenen Stücke bekannt sind, ist nicht sicher, wie man sie ergänzen kann. Ihre Verwendung ist unklar, vielleicht wurden sie als geweihte Lichter auf Gräbern aufgestellt oder in Stein eingelassen. (M. Laubenberger)



Die Fragmente von zwei Leuchtern in Bronzegusstechnik wurden gemeinsam bei den Bauarbeiten für eine Eisenbahn in Ragosnitz gefunden. Sie sind jetzt in moderne Holzständer eingelassen, mit Verbindungsstücken aus Blei (Inv.Nr. VI 727) und Eisen (Inv.Nr. VI 728). Beide Leuchter haben als Herzstück jeweils eine radförmige Scheibe mit Christogramm und Votivinschrift auf der Vorderseite. Als Kerzenhalter dienen Blüten mit je fünf lilienartig geformten Blättern und mit einem Eisendorn in der Mitte. Der Leuchter Inv.Nr. VI 728 besteht aus zwei blütenförmigen Kerzenhaltern, die von Händen gehalten werden, die seitlich aus dem Scheibenkreuz herauswachsen. Die Blüten mit lebendig gestalteten Blättern sind extra angesetzt. An der linken Blüte fehlen zwei Blätter, an der rechten Blüte ist an einer Blattspitze eine tropfenförmige Dekorierung erhalten. Die Scheibe mit dem Christogramm ist mit zwei silbernen Ziernägeln über dem Rho und mit einem Kerbschnittmuster am Chi verziert. Auch hier verläuft die lateinische Votivinschrift mit eingemeißelten Buchstaben am äußeren Rand der Scheibe, wobei wahrscheinlich vier Buchstaben am Ansatz zum Ständer ergänzt werden müssen: INTIMIVS MAXSIMILIANV[S FRA]TRES CRISPINO POSVERVNT „Die Brüder Intimius und Maximilianus haben (den Leuchter) dem (heiligen) Crispinus aufgestellt“. Vereinzelt finden sich Fragmente von ähnlichen Leuchtern, zum Beispiel aus der Provinz Noricum: in Lauriacum/Enns, Museum Lauriacum Inv.Nr. VI 328. Da keine ganz erhaltenen Stücke bekannt sind, ist nicht sicher, wie man sie ergänzen kann. Ihre Verwendung ist unklar, vielleicht wurden sie als geweihte Lichter auf Gräbern aufgestellt oder in Stein eingelassen. (M. Laubenberger)
Zeit:
4. Jh. n. Chr
Objektbezeichnung
Leuchter
Kultur
Frühchristlich
Fundort:
Ragosnitz (heute Ragosnica, Slowenien)
Material/Technik:
Bronze
Maße:
Dm.: 8 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, VI 728
Provenienz
Sechann, Moritz, Pettau; 1860 Geschenk
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