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Violine
1817 | anonym
Joseph Lanner gehört mit Johann Strauß Vater und Sohn zu den wichtigsten Repräsentanten der Wiener Tanzmusik. Die Geburtsstunde von Lanners Ensemble fiel in das Jahr 1822, als er gemeinsam mit den Brüdern Drahanek um einen Pass nach Baden bei Wien ansuchte, um dort in der Besetzung für zwei Violinen und Gitarre beziehungsweise Bass zu musizieren. Die Auftrittsorte waren einerseits die Tanzlokale der Wiener Vorstädte, andererseits die k. k. Redoutensäle mit ihren Veranstaltungen des Hofes. Dem Vorbild Strauß' folgend organisierte auch Lanner mehrere Konzertreisen, die ihn nach Mailand, Venedig, Brünn und Laibach führten. Wie aus mehreren Abbildungen der Zeit ersichtlich ist, führten Lanner und seine Kollegen die Kapelle vom Pult der ersten Geige aus an. Beim Einsatz der Musik und bei schwierigen Übergängen konnte der Takt geschlagen werden, wobei der Geigenbogen die Stelle des Dirigentenstabs einnahm. Die Geige aus dem Besitz Joseph Lanners stammt aus der Werkstatt von Franz Geissenhof, einem der rennomiertesten Geigenmacher Wiens. (rh)
Literatur:Rudolf Hopfner: Franz Geissenhof und seine Zeit, Bergkirchen 2009.Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.

Joseph Lanner gehört mit Johann Strauß Vater und Sohn zu den wichtigsten Repräsentanten der Wiener Tanzmusik. Die Geburtsstunde von Lanners Ensemble fiel in das Jahr 1822, als er gemeinsam mit den Brüdern Drahanek um einen Pass nach Baden bei Wien ansuchte, um dort in der Besetzung für zwei Violinen und Gitarre beziehungsweise Bass zu musizieren. Die Auftrittsorte waren einerseits die Tanzlokale der Wiener Vorstädte, andererseits die k. k. Redoutensäle mit ihren Veranstaltungen des Hofes. Dem Vorbild Strauß' folgend organisierte auch Lanner mehrere Konzertreisen, die ihn nach Mailand, Venedig, Brünn und Laibach führten. Wie aus mehreren Abbildungen der Zeit ersichtlich ist, führten Lanner und seine Kollegen die Kapelle vom Pult der ersten Geige aus an. Beim Einsatz der Musik und bei schwierigen Übergängen konnte der Takt geschlagen werden, wobei der Geigenbogen die Stelle des Dirigentenstabs einnahm. Die Geige aus dem Besitz Joseph Lanners stammt aus der Werkstatt von Franz Geissenhof, einem der rennomiertesten Geigenmacher Wiens. (rh)
Literatur:Rudolf Hopfner: Franz Geissenhof und seine Zeit, Bergkirchen 2009.Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.
Hersteller/in:
anonym
Zeit:
1817
Objektbezeichnung
Violine
Kultur
Österreich, Wien
Maße:
Hüllmaß: 600 × 205 × 90 mm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Sammlung alter Musikinstrumente
Inv. Nr.
Sammlung alter Musikinstrumente, 713
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