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Verwundeter Partherfeldherr
nach 169 n. Chr.
Im 2. Jahrhundert n. Chr. erreichte das römische Imperium seine größte Ausdehnung und umspannte große Teile des heutigen Europa, der Levanteküste und Nordafrikas. In der Außenpolitik gab es zwei relevante Gegner, mit denen Rom immer wieder in feindliche Auseinandersetzungen geriet: die Germanenstämme an der Rhein-Donaugrenze im Norden und die Parther am Euphrat im Osten. Die hier dargestellte Schlacht zeigt die Römer als siegreich gegen all die genannten Gegner. In der geläufigen Siegesrichtung von links nach rechts werden Krieger in unterschiedlicher Tracht überrannt. Die charakteristische Kopfbedeckung, die Phrygische Mütze mit einem nach vorne überfallenden Zipfel, verweist auf die Parther, die Nacktheit einiger Krieger hingegen auf germanische Stämme. Lucius Verus führte in den 160er Jahren einen Feldzug gegen die Parther. In dieser Zeit war Ephesos eines der logistischen Hauptquartiere im Osten, in dem der Kaiser viel Zeit verbrachte. Daher versteht eine der Deutungen das Monument als Siegesdenkmal für diesen Feldzug und führte zum heute gebräuchlichen Namen Parthermonument.


Im 2. Jahrhundert n. Chr. erreichte das römische Imperium seine größte Ausdehnung und umspannte große Teile des heutigen Europa, der Levanteküste und Nordafrikas. In der Außenpolitik gab es zwei relevante Gegner, mit denen Rom immer wieder in feindliche Auseinandersetzungen geriet: die Germanenstämme an der Rhein-Donaugrenze im Norden und die Parther am Euphrat im Osten. Die hier dargestellte Schlacht zeigt die Römer als siegreich gegen all die genannten Gegner. In der geläufigen Siegesrichtung von links nach rechts werden Krieger in unterschiedlicher Tracht überrannt. Die charakteristische Kopfbedeckung, die Phrygische Mütze mit einem nach vorne überfallenden Zipfel, verweist auf die Parther, die Nacktheit einiger Krieger hingegen auf germanische Stämme. Lucius Verus führte in den 160er Jahren einen Feldzug gegen die Parther. In dieser Zeit war Ephesos eines der logistischen Hauptquartiere im Osten, in dem der Kaiser viel Zeit verbrachte. Daher versteht eine der Deutungen das Monument als Siegesdenkmal für diesen Feldzug und führte zum heute gebräuchlichen Namen Parthermonument.
Zeit:
nach 169 n. Chr.
Objektbezeichnung
Relief
Kultur
Römisch
Fundort:
Ephesos Celsusbibliothek Umgebung (Selçuk, Kleinasien, Türkei)
Material/Technik:
Marmor
Maße:
L/H 186 × B 163 × D/T 47 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, I 858
Provenienz
Sultan, Abdul, Hamid, II.; Österreichische Ausgrabungen in Ephesos; Geschenk an Kaiser Franz Joseph; 1911 nachträglich inventarisiert
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