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Trinkgefäß mit Maultierkopf
Mitte 5. Jh. v. Chr.
Der Kopf des Maultieres wurde aus einer zweischaligen Form gewonnen, während der kelchförmige Oberteil mit der Mündung angetöpfert ist. Das Maul ist leicht geöffnet, die langen Tierohren sind weit nach oben gezogen. Nüstern, Maul und Innenpartien der Ohren sind weiß bemalt, die Augen schwarz umrandet. Auf dem Kelch sind in rotfiguriger Technik Figuren aufgemalt. Sie stammen aus dem dionysischen Bereich der Mythologie, der mit ausuferndem Weingenuss verbunden ist. So sind links und rechts zwei Silene (Mischwesen halb Mensch, halb Pferd) zu sehen. In der Mitte, zwischen den Ohren des Tieres ergreift ein dritter Silen eine Mänade, die versucht, vor ihm zu fliehen. In den Händen halten sie einen Thyrsos, einen von einem Pinienzapfen bekrönten Stab, der bei den ekstatischen Umzügen mitgetragen wurde Das Gefäß konnte einem Maler aus dem Umkreis des Sotades-Malers zugeschrieben werden. Sowohl die Töpfer, als auch die Maler konnten in der Antike einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichen und die Gefäße wurden auch oft entsprechend signiert. S. Stoss, in: Seperate but Inseperable: Mythology and Culture of Ancient Greece and Rome. Ausstellungskatalog National Museum of Korea (Seoul 2023).

Der Kopf des Maultieres wurde aus einer zweischaligen Form gewonnen, während der kelchförmige Oberteil mit der Mündung angetöpfert ist. Das Maul ist leicht geöffnet, die langen Tierohren sind weit nach oben gezogen. Nüstern, Maul und Innenpartien der Ohren sind weiß bemalt, die Augen schwarz umrandet. Auf dem Kelch sind in rotfiguriger Technik Figuren aufgemalt. Sie stammen aus dem dionysischen Bereich der Mythologie, der mit ausuferndem Weingenuss verbunden ist. So sind links und rechts zwei Silene (Mischwesen halb Mensch, halb Pferd) zu sehen. In der Mitte, zwischen den Ohren des Tieres ergreift ein dritter Silen eine Mänade, die versucht, vor ihm zu fliehen. In den Händen halten sie einen Thyrsos, einen von einem Pinienzapfen bekrönten Stab, der bei den ekstatischen Umzügen mitgetragen wurde Das Gefäß konnte einem Maler aus dem Umkreis des Sotades-Malers zugeschrieben werden. Sowohl die Töpfer, als auch die Maler konnten in der Antike einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichen und die Gefäße wurden auch oft entsprechend signiert. S. Stoss, in: Seperate but Inseperable: Mythology and Culture of Ancient Greece and Rome. Ausstellungskatalog National Museum of Korea (Seoul 2023).
Zeit:
Mitte 5. Jh. v. Chr.
Objektbezeichnung
Rhyton
Kultur
Griechisch
Fundort:
Unbekannt
Material/Technik:
Ton
Maße:
L. 23 cm, Dm. (Mündung) 12,2 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, IV 4401
Provenienz
Trau, Franz, Wien; 1955 Kauf von den Erben
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