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Treuering mit Inschrift
306 - 337 n. Chr.
Der massive Goldring besteht aus einer rechteckige Ringplatte und einem geschlossenen bandförmigen Reif mit nach innen abgeschrägten Kanten. Die Wörter der gepunzten lateinischen Inschrift sind auf den Ring verteilt: an zentraler Stelle auf der Platte liest man: FIDEM, auf dem Reif mit regelmäßig Abständen zwischen den einzelnen Buchstaben: CONSTANTINO. In einigen Buchstaben haben sich Reste von Niello-Einlagen erhalten.Die Inschrift wird als Sinnspruch mit „Treue dem (Kaiser) Konstantin“ übersetzt, einer Art von Parole auf das Wohl des Kaisers Konstantin I., der aber ohne Titel genannt wird. Man nimmt an, daß solche Treueringe als Auszeichnung für Loyalität gegenüber dem Kaiser verliehen und von den ausgezeichneten Personen auch getragen wurden (v.a. Angehörige der Gallienarmee, höhere Offiziere und Beamte). Zeitlich eng verbunden mit den Treueringen sind etwa goldene Zwiebelknopffibeln, die ebenfalls Wunschformeln enthalten. In der Forschung werden als Anlass für die Erzeugung und Verleihung von diesen Ringen noch einige Möglichkeiten in Erwägung gezogen - etwa die Kriege gegen die Germanen und die Auseinandersetzungen mit Maxentius und Licinius ab 312 n. bis zur Erringung der Alleinherrschaft Konstantins im Jahr 324 -, die ein Grund für die Versicherung der Loyalität gegenüber Konstantin gewesen sein könnten. (M. Laubenberger)

Der massive Goldring besteht aus einer rechteckige Ringplatte und einem geschlossenen bandförmigen Reif mit nach innen abgeschrägten Kanten. Die Wörter der gepunzten lateinischen Inschrift sind auf den Ring verteilt: an zentraler Stelle auf der Platte liest man: FIDEM, auf dem Reif mit regelmäßig Abständen zwischen den einzelnen Buchstaben: CONSTANTINO. In einigen Buchstaben haben sich Reste von Niello-Einlagen erhalten.Die Inschrift wird als Sinnspruch mit „Treue dem (Kaiser) Konstantin“ übersetzt, einer Art von Parole auf das Wohl des Kaisers Konstantin I., der aber ohne Titel genannt wird. Man nimmt an, daß solche Treueringe als Auszeichnung für Loyalität gegenüber dem Kaiser verliehen und von den ausgezeichneten Personen auch getragen wurden (v.a. Angehörige der Gallienarmee, höhere Offiziere und Beamte). Zeitlich eng verbunden mit den Treueringen sind etwa goldene Zwiebelknopffibeln, die ebenfalls Wunschformeln enthalten. In der Forschung werden als Anlass für die Erzeugung und Verleihung von diesen Ringen noch einige Möglichkeiten in Erwägung gezogen - etwa die Kriege gegen die Germanen und die Auseinandersetzungen mit Maxentius und Licinius ab 312 n. bis zur Erringung der Alleinherrschaft Konstantins im Jahr 324 -, die ein Grund für die Versicherung der Loyalität gegenüber Konstantin gewesen sein könnten. (M. Laubenberger)
Zeit:
306 - 337 n. Chr.
Objektbezeichnung
Fingerring
Kultur
Römisch
Fundort:
Ungarn
Material/Technik:
Gold; Niello
Maße:
Dm.: 2,5 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, VII 956
Provenienz
Oesterr. Museum Wien; aus der Slg. A., Figdor, Wien; 1940 Übernahme; 1941 inventarisiert
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