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Schale, Gefäß, Kinrande, Kumme
1522-1566
Diese Schale gehört zur Gruppe der so genannten "kinrande" (Goldbrokatsil)-Porzellane, die als Besonderheit an den Außenseiten floralen Golddekor aufweisen. Die fünf Medaillons an der Schalenaußenseite zeigen jeweils zwei fliegende Kraniche in Unterglasurblau (vgl. dazu Inv.-Nr. AM_PA_1090), die übrige Fläche ist über einem roten Hintergrund mit Lotosblüten in Goldmalerei verziert. Für diese Art des Golddekors auf farbigem, meist rotem und seltener auch grünem oder türkisfarbenem Grund haben sich in China selbst keine Beispiele erhalten, weshalb man annimmt, dass derartige Schalen nur als Exportware hergestellt worden sind. Am Standboden befindet sich die beliebte Glückwunschmarke "fu gui jia qi" ["edles Gefäß für den Reichen und Ehrenwerten"]. Der besondere Reiz von kinrande-Schalen für europäische Sammler des 16. Jahrhunderts bestand wohl in der kostbaren Wirkung ihrer überaus reichen Vergoldung. Zur Zeit der Ming-Dynastie (1368–1644) geschaffenes Porzellan bildete eine in Europa besonders begehrte Handelsware. Das Geheimnis seiner Herstellung war in China streng gehütet. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts sollte es auch in Europa gelingen, Porzellan zu erzeugen. Eine eindeutige Identifizierung der Schale im Nachlassinventar von 1596 ist nicht möglich, da derartige Objekte lediglich summarisch erfasst wurden. So findet man beispielsweise im 14. Kasten der Kunstkammer "claine" und "gressere", "flache" oder "diefe [...] porzelonaschisselen" in unterschiedlicher Stückzahl.

Diese Schale gehört zur Gruppe der so genannten "kinrande" (Goldbrokatsil)-Porzellane, die als Besonderheit an den Außenseiten floralen Golddekor aufweisen. Die fünf Medaillons an der Schalenaußenseite zeigen jeweils zwei fliegende Kraniche in Unterglasurblau (vgl. dazu Inv.-Nr. AM_PA_1090), die übrige Fläche ist über einem roten Hintergrund mit Lotosblüten in Goldmalerei verziert. Für diese Art des Golddekors auf farbigem, meist rotem und seltener auch grünem oder türkisfarbenem Grund haben sich in China selbst keine Beispiele erhalten, weshalb man annimmt, dass derartige Schalen nur als Exportware hergestellt worden sind. Am Standboden befindet sich die beliebte Glückwunschmarke "fu gui jia qi" ["edles Gefäß für den Reichen und Ehrenwerten"]. Der besondere Reiz von kinrande-Schalen für europäische Sammler des 16. Jahrhunderts bestand wohl in der kostbaren Wirkung ihrer überaus reichen Vergoldung. Zur Zeit der Ming-Dynastie (1368–1644) geschaffenes Porzellan bildete eine in Europa besonders begehrte Handelsware. Das Geheimnis seiner Herstellung war in China streng gehütet. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts sollte es auch in Europa gelingen, Porzellan zu erzeugen. Eine eindeutige Identifizierung der Schale im Nachlassinventar von 1596 ist nicht möglich, da derartige Objekte lediglich summarisch erfasst wurden. So findet man beispielsweise im 14. Kasten der Kunstkammer "claine" und "gressere", "flache" oder "diefe [...] porzelonaschisselen" in unterschiedlicher Stückzahl.
Zeit:
1522-1566
Objektbezeichnung
Kumme, Kinrande, Schale
Kultur
Chinesisch, Ming-Dynastie
Material/Technik:
Porzellan, Unterglasurblau, Gold über Fond in Eisenrot auf der Glasur
Maße:
H. 6,1 cm, Dm. 12,1 cm
Stempel / Zeichen
Am Standboden Glückwunschmarke„fu gui jia qi“ (Edles Gefäß für den Reichen und Ehrenwerten)
Bildrecht
Schloss Ambras Innsbruck
Inv. Nr.
Schloss Ambras Innsbruck, PA 1084
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