Objekt speichern
Sie können die Abbildung für den privaten Gebrauch herunterladen und nutzen. Nutzungsbedingungen & AGBs
Für eine Veröffentlichung (wissenschaftlich oder kommerziell) schicken Sie uns bitte eine Reproduktionsanfrage
Reiterbildnis von Kaiser Leopold I. (1640-1705)
um 1658 | Mattäus Merian d. J.
Leopold wurde 1640 als Sohn Kaiser Ferdinands III. geboren. Zunächst für den geistlichen Stand bestimmt, wurde er nach dem frühen Tod seines älteren Bruders Nachfolger seines Vaters und 1658 Kaiser. Seine Regierung währte fast fünfzig Jahre lang und war durch nahezu ununterbrochene Kämpfe gegen Frankreich im Westen und gegen die Türken im Osten geprägt. Nach dem Aussterben der so genannten jüngeren Tiroler Linie im Jahre 1665 wurde Tirol direkt von Wien aus regiert und Leopold als Tiroler Landesfürst eingesetzt. Eine Folge davon waren unter anderem erste Abtransporte von Kunstgegenständen aus Schloss Ambras nach Wien, darunter wertvolle Handschriften aus der Bibliothek.Das Darstellungsthema des reitenden Feldherrn ist bereits bei Plinius belegt, wurde in der Renaissance wieder aufgegriffen und war im Barock sehr populär. In der Tradition dieser Bildnisse trägt Leopold eine Rüstung, eine rote Feldherrenbinde und in der Rechten den Feldherrenstab. Den Hintergrund bildet eine Landschaft mit niedrigem Horizont, die rechts von einer gedrehten Säule begrenzt wird.Bei dem vorliegenden Gemälde handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um das von Matthäus Merian 1658 anlässlich der Kaiserkrönung in Frankfurt a. M. geschaffene große Reiterbildnis Leopolds. Merian wurde dafür mit dem Adelsbrief belohnt. In dieser Zeit war die höfische Porträtmalerei infolge der Aushöhlung der traditionellen Bildgedanken in eine Krise geraten. Als Hofporträtisten kamen vermehrt an holländischer Kunst geschulte deutsche Maler zum Zug. Wie diese nahm auch Merian den durch van Dyck geprägten Porträttypus zum Vorbild und verband ihn mit einem kleinmeisterlichen Realismus, der im Gegensatz zur monumentalen Komposition steht. Das Gemälde stammt aus der Wiener Schatzkammer.

Leopold wurde 1640 als Sohn Kaiser Ferdinands III. geboren. Zunächst für den geistlichen Stand bestimmt, wurde er nach dem frühen Tod seines älteren Bruders Nachfolger seines Vaters und 1658 Kaiser. Seine Regierung währte fast fünfzig Jahre lang und war durch nahezu ununterbrochene Kämpfe gegen Frankreich im Westen und gegen die Türken im Osten geprägt. Nach dem Aussterben der so genannten jüngeren Tiroler Linie im Jahre 1665 wurde Tirol direkt von Wien aus regiert und Leopold als Tiroler Landesfürst eingesetzt. Eine Folge davon waren unter anderem erste Abtransporte von Kunstgegenständen aus Schloss Ambras nach Wien, darunter wertvolle Handschriften aus der Bibliothek.Das Darstellungsthema des reitenden Feldherrn ist bereits bei Plinius belegt, wurde in der Renaissance wieder aufgegriffen und war im Barock sehr populär. In der Tradition dieser Bildnisse trägt Leopold eine Rüstung, eine rote Feldherrenbinde und in der Rechten den Feldherrenstab. Den Hintergrund bildet eine Landschaft mit niedrigem Horizont, die rechts von einer gedrehten Säule begrenzt wird.Bei dem vorliegenden Gemälde handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um das von Matthäus Merian 1658 anlässlich der Kaiserkrönung in Frankfurt a. M. geschaffene große Reiterbildnis Leopolds. Merian wurde dafür mit dem Adelsbrief belohnt. In dieser Zeit war die höfische Porträtmalerei infolge der Aushöhlung der traditionellen Bildgedanken in eine Krise geraten. Als Hofporträtisten kamen vermehrt an holländischer Kunst geschulte deutsche Maler zum Zug. Wie diese nahm auch Merian den durch van Dyck geprägten Porträttypus zum Vorbild und verband ihn mit einem kleinmeisterlichen Realismus, der im Gegensatz zur monumentalen Komposition steht. Das Gemälde stammt aus der Wiener Schatzkammer.
Künstler/in:
Mattäus Merian d. J. (1621 Basel - 1687 Frankfurt am Main) DNBarrow_outward
Abbildung/Person:
Leopold I. (1658-1705), Kaiser (1640 - 1705) DNBarrow_outward
Zeit:
um 1658
Objektbezeichnung
Gemälde
Kultur
Deutsch
Material/Technik:
Leinwand
Maße:
Bildmaß: 345,5 × 290 cm
Rahmenmaße: 369 × 314 cm
Stempel / Zeichen
roter Stern auf Rückseite (Keilrahmen)
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie
Inv. Nr.
Gemäldegalerie, 6830
Provenienz
1731 in der Schatzkammer in Wien nachweisbar?
Weiterstöbern
Ähnliche Stücke, die Sie interessieren könnten

Selbstbildnis J. Löwy, K. und K. Hof-Photograph, Kunst- und Verlagsanstalt (Wien) 1888 bis 1891

Korallenberg, Koralle, Schnitzarbeit, Höhlenburg Kofels 2. Hälfte 16. Jahrhundert

Fragment einer Kreuzigungsgruppe Matthias Steinl um 1685/87

Maximilian II. (1564-1576), Kaiser 1549/1550

Maximilian II. (1564-1576), Kaiser datiert 1550

Ferdinand II. (1564-1595), Erzherzog von Österreich und Landesherr von Tirol um 1560

Flügelaltärchen aus dem Besitz von Kaiser Matthias Matthäus Walbaum um 1600

Maximilian II. (1564-1576), Kaiser 1548 - 1549

Maximilian II. (1564-1576), Kaiser 1548 - 1550

Flügelaltärchen Matthäus Walbaum 1. Viertel 17. Jahrhundert

Kußtafel (Pax) aus dem Besitz von Kaiser Matthias Matthäus Walbaum um 1600

Kußtafel (Pax) aus dem Besitz von Kaiser Matthias Matthäus Walbaum um 1600

Reliquienostensorium Matthäus Walbaum Anfang 17. Jahrhundert

Reliquienostensorium Matthäus Walbaum Anfang 17. Jahrhundert

Maximilian II. (1564-1576), Kaiser 1548/1549




