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Pedalharfe
ca. 1810 | Franz Brunner
Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts waren auf der Harfe, deren Saiten immer diatonisch gestimmt sind, nicht alle Tonarten spielbar. Durch das Drehen von Haken oder durch einen Pedalmechanismus konnten einzelne Saiten um einen Halbton höher gestimmt werden, sodass ein beschränkter Wechsel der Tonarten möglich war. Da jede diatonische Tonleiter sieben Tonschritte besitzt, sind sieben Pedale erforderlich. Brunners Harfe weist zusätzlich ein achtes Pedal auf, das einen Schwellermechanismus betätigt, der fünf Klappen, die an der Rückseite des Resonanzkörpers angebracht sind, öffnet oder schließt. Damit sind in gewissem Umfang dynamische Schattierungen möglich. Der Effekt war allerdings nur begrenzt, sodass sich diese Entwicklung nicht durchsetzen konnte. (rh)
Literatur: Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts waren auf der Harfe, deren Saiten immer diatonisch gestimmt sind, nicht alle Tonarten spielbar. Durch das Drehen von Haken oder durch einen Pedalmechanismus konnten einzelne Saiten um einen Halbton höher gestimmt werden, sodass ein beschränkter Wechsel der Tonarten möglich war. Da jede diatonische Tonleiter sieben Tonschritte besitzt, sind sieben Pedale erforderlich. Brunners Harfe weist zusätzlich ein achtes Pedal auf, das einen Schwellermechanismus betätigt, der fünf Klappen, die an der Rückseite des Resonanzkörpers angebracht sind, öffnet oder schließt. Damit sind in gewissem Umfang dynamische Schattierungen möglich. Der Effekt war allerdings nur begrenzt, sodass sich diese Entwicklung nicht durchsetzen konnte. (rh)
Literatur: Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.
Hersteller/in:
Franz Brunner
Zeit:
ca. 1810
Objektbezeichnung
Pedalharfe
Kultur
Österreich, Wien
Maße:
Hüllmaß: 1670 × 855 × 560 mm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Sammlung alter Musikinstrumente
Inv. Nr.
Sammlung alter Musikinstrumente, 998
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