Nackter Silen und Mänade (A), Drei Manteljünglinge (B)
Der Krater, ein Mischgefäß für Wasser und Wein, zeigt Personen aus dem dionysischen Umfeld: Auf der Hauptseite steht, mit bekränztem Haupt, in der Mitte der Gott Dionysos. Er hält ein zweihenkeliges Trinkgefäß (Kantharos) und einen mit Weinlaub umschlungenen Stab (Thyrsos) in Händen. Von links nähert sich eine der Mänaden, der wilden Begleiterinnen des Dionysos, mit Fackel und Kanne. Hinter ihr folgt ein alter Silen, ebenso ein Mischwesen aus Mensch und Pferd wie der jugendliche Satyr auf der rechten Seite, der gierig aus einem Weinschlauch trinkt. Die andere Seite des Gefäßes zeigt eine Darstellung von drei Jünglingen in langen, griechischen Mänteln, von denen zwei in ein Gespräch vertieft sind und einander ansehen, der dritte steht dahinter und stützt sich auf einen Stock. Die Standfläche aller Figuren ist aus Mäandermuster und Kreuzmotiven gebildet.S. Stoss, in: Seperate but Inseperable: Mythology and Culture of Ancient Greece and Rome. Ausstellungskatalog National Museum of Korea (Seoul 2023).
Titel:
Nackter Silen und Mänade (A), Drei Manteljünglinge (B)
Zeit:
430 - 420 v. Chr.
Objektbezeichnung:
Glockenkrater
Kultur:
Griechisch
Fundort:
Lokri (Italien)
Material/Technik:
Ton
Maße:
L/H 36,5 × D 37,5 cm
Bildrecht:
Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung
Inv. Nr.:
Antikensammlung, IV 855
Provenienz:
Lamberg-Sprinzenstein, Graf, Anton, von, Wien; 1815 Kauf