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Harnisch-Fragment

um 1530 | Alessandro Vitelli

Blanke, gelbe Nieten, eingetiefte Ränder, kräftige Schnurbörtel. Breite vergoldete Ätzstreifen zwischen riefelartigen, strichlierten Leisten: Figuren und Trophäen im Stile des sog. Ercole dei Fideli auf vertieftem, glatten Grund, darunter Bannerträger mit Wappenfahne der Medici, neben seinen Füßen ein Buch mit Inschrift FIDE/LIS, auf Schild und Trompetenfahne die drei Lilien der Vitelli. Der Harnasch, die Rüstung des Infanteristen ohne Rüsthaken und Beinzeug, erfreute sich im 16. Jahrhundert auch beim Adel immer größerer Beliebtheit, wie dies zahlreiche Porträts hoher Persönlichkeiten beweisen. Alessandro Vitelli war päpstlicher Feldherr, dann Hauptmann des Herzogs Alessandro de´ Medici in Florenz. 1540 befehligte er die Florentiner Truppen im Krieg gegen Perugia und nahm auf der Seite Kaiser Karls V. am Schmalkaldischen Krieg (1546/47) teil. Er focht in kaiserlichen Diensten auch in Ungarn gegen die Türken.

Blanke, gelbe Nieten, eingetiefte Ränder, kräftige Schnurbörtel. Breite vergoldete Ätzstreifen zwischen riefelartigen, strichlierten Leisten: Figuren und Trophäen im Stile des sog. Ercole dei Fideli auf vertieftem, glatten Grund, darunter Bannerträger mit Wappenfahne der Medici, neben seinen Füßen ein Buch mit Inschrift FIDE/LIS, auf Schild und Trompetenfahne die drei Lilien der Vitelli. Der Harnasch, die Rüstung des Infanteristen ohne Rüsthaken und Beinzeug, erfreute sich im 16. Jahrhundert auch beim Adel immer größerer Beliebtheit, wie dies zahlreiche Porträts hoher Persönlichkeiten beweisen. Alessandro Vitelli war päpstlicher Feldherr, dann Hauptmann des Herzogs Alessandro de´ Medici in Florenz. 1540 befehligte er die Florentiner Truppen im Krieg gegen Perugia und nahm auf der Seite Kaiser Karls V. am Schmalkaldischen Krieg (1546/47) teil. Er focht in kaiserlichen Diensten auch in Ungarn gegen die Türken.

Besitzer/in:
Alessandro Vitelli (gest. 1556)

Zeit:
um 1530

Objektbezeichnung
Harnisch-Fragment

Kultur
Oberitalien

Material/Technik:
Eisen, geschmiedet, getrieben, teils feuervergoldet, teils geätzt. Ätzdekor: teils geschwärzt (schwarz geätzt), teils feuervergoldet. Nietkappen, Riemenzungen, Rosetten: Messing, teils feuervergoldet. Schnallen: Eisen, teils geätzt, teils feuervergoldet. Leder.

Signatur
Täfelchen mit den Ätzersignaturen .A.D. bzw. .D.S.T.;
ein sitzender Schreiber mit Kartuschenschild, darauf die Buchstaben HIE.C./B.

Beschriftung
Buch mit der Inschrift FIDE/LIS

Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer

Inv. Nr.
Hofjagd- und Rüstkammer, A 350