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Frau mit Diadem
1. Viertel 5. Jh. v. Chr.
Der seit dem Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. verstärkte griechische Einfluß wird in der Kalksteinskulptur besonders durch die Übernahme des Typus der archaisch-griechischen Kore mit Diadem deutlich. Dieser Kopf einer Frau aus dem 1. Viertel des 5. Jahrhunderts v. Chr. stammt von einer etwas unterlebensgroßen Votivstatue im Stil griechischer Vorbilder. Das schmale, längliche Gesicht mit den flächigen Wangen und dem vorstehenden Kinn wird durch die leicht schrägstehenden, mandelförmigen, etwas vortretenden Augen geprägt; die Winkel des geschlossenen Mundes sind hochgezogen. Über der Stirne in der Mitte ein Haarwulst aus fünf waagrechten Löckchenreihen, seitlich gerahmt von herabhängenden kurzen Locken; darüber ein unverziertes Diadem. Auf dem Oberkopf ist das Haar nur grob angelegt und fällt in breiten, vertikal gegliederten Strähnen auf den Rücken. Hinter den Ohren sind jeweils die Reste von dreisträhnigen Schulterlocken zu sehen, die von Spangen zusammengehalten werden. Die Ohren sind mit rosettenförmigen Ohrgehängen geschmückt; am Hals trägt die Frau ein einfaches Halsband mit einem mandelförmigen Anhänger.Der Typus der griechischen Kore mit Diadem ist in Zypern durch zahlreiche Objekte belegt, die vorwiegend in der 1. Hälfte des 5. Jahrhunderts entstanden sind, in degenerierter Form aber noch bis in das 4. Jahrhundert v. Chr. reichen.
A. Bernhard-Walcher u.a., Die Sammlung zyprischer Antiken im KHM. Sammlungskataloge des KHM Bd. 2, Wien 1999 (
A. Bernhard-Walcher)

Der seit dem Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. verstärkte griechische Einfluß wird in der Kalksteinskulptur besonders durch die Übernahme des Typus der archaisch-griechischen Kore mit Diadem deutlich. Dieser Kopf einer Frau aus dem 1. Viertel des 5. Jahrhunderts v. Chr. stammt von einer etwas unterlebensgroßen Votivstatue im Stil griechischer Vorbilder. Das schmale, längliche Gesicht mit den flächigen Wangen und dem vorstehenden Kinn wird durch die leicht schrägstehenden, mandelförmigen, etwas vortretenden Augen geprägt; die Winkel des geschlossenen Mundes sind hochgezogen. Über der Stirne in der Mitte ein Haarwulst aus fünf waagrechten Löckchenreihen, seitlich gerahmt von herabhängenden kurzen Locken; darüber ein unverziertes Diadem. Auf dem Oberkopf ist das Haar nur grob angelegt und fällt in breiten, vertikal gegliederten Strähnen auf den Rücken. Hinter den Ohren sind jeweils die Reste von dreisträhnigen Schulterlocken zu sehen, die von Spangen zusammengehalten werden. Die Ohren sind mit rosettenförmigen Ohrgehängen geschmückt; am Hals trägt die Frau ein einfaches Halsband mit einem mandelförmigen Anhänger.Der Typus der griechischen Kore mit Diadem ist in Zypern durch zahlreiche Objekte belegt, die vorwiegend in der 1. Hälfte des 5. Jahrhunderts entstanden sind, in degenerierter Form aber noch bis in das 4. Jahrhundert v. Chr. reichen.
A. Bernhard-Walcher u.a., Die Sammlung zyprischer Antiken im KHM. Sammlungskataloge des KHM Bd. 2, Wien 1999 (
A. Bernhard-Walcher)
Zeit:
1. Viertel 5. Jh. v. Chr.
Objektbezeichnung
Kopf
Kultur
Zyprisch
Fundort:
Idalion (Dhali, Zypern)
Material/Technik:
Kalkstein; Reste roter Bemalung
Maße:
H. 26 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, V 1188
Provenienz
Cesnola, Luigi Palma di, Konsul, Larnaka; 1869 Kauf
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