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Fischteller
4. Jh. v. Chr.
Im rotfigurigen Stil bemalte Fischteller entwickelten sich seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. zu einer eigenen, beliebten Gattung mit spezifischer Form: Auf einem niedrigen Fuß ruht eine Platte mit nach außen umgebogenem Rand und einer Mulde im Zentrum. Unterschiedlichste Fische und Meerestiere zieren die Oberfläche. Hier sind drei verschiedene Fische zu sehen, deren Körper durch schwarze, weiße und rote Binnenzeichnung mit Punkten und Strichen gestaltet sind. Die Funktion der Fischteller ist in der Forschung nicht zur Gänze geklärt, doch die profane Verwendung als Essteller ist wahrscheinlich. Fisch war die ganze Antike hindurch ein beliebtes Nahrungsmittel, spätestens für römische Zeit ist durch Schriftquellen auch eine Fischsauce (garum) belegt, die in Verwendung und Intensität ähnlich etwa der heutigen Sojasauce entsprach. S. Stoss, in: Seperate but Inseperable: Mythology and Culture of Ancient Greece and Rome. Ausstellungskatalog National Museum of Korea (Seoul 2023).

Im rotfigurigen Stil bemalte Fischteller entwickelten sich seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. zu einer eigenen, beliebten Gattung mit spezifischer Form: Auf einem niedrigen Fuß ruht eine Platte mit nach außen umgebogenem Rand und einer Mulde im Zentrum. Unterschiedlichste Fische und Meerestiere zieren die Oberfläche. Hier sind drei verschiedene Fische zu sehen, deren Körper durch schwarze, weiße und rote Binnenzeichnung mit Punkten und Strichen gestaltet sind. Die Funktion der Fischteller ist in der Forschung nicht zur Gänze geklärt, doch die profane Verwendung als Essteller ist wahrscheinlich. Fisch war die ganze Antike hindurch ein beliebtes Nahrungsmittel, spätestens für römische Zeit ist durch Schriftquellen auch eine Fischsauce (garum) belegt, die in Verwendung und Intensität ähnlich etwa der heutigen Sojasauce entsprach. S. Stoss, in: Seperate but Inseperable: Mythology and Culture of Ancient Greece and Rome. Ausstellungskatalog National Museum of Korea (Seoul 2023).
Zeit:
4. Jh. v. Chr.
Objektbezeichnung
Teller
Kultur
Unteritalisch
Fundort:
Unbekannt
Material/Technik:
Ton
Maße:
3,8 cm × 20,1 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, IV 2147
Provenienz
Fischer, Ludwig H., Wien, Maler; 1915 Legat
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