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Forschungsprojekt
Kulturgeschichte

Die Wiener Gemäldegalerie im Wandel der Zeiten

Im Fokus des Projektes steht die Aufarbeitung der Geschichte der Wiener Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in den Jahren von 1911 bis 1938:  Der Wandel von der kaiserlichen Sammlung zum modernen Museum. Der Untersuchungszeitraum umfasst die Direktionszeiten von Gustav Glück, Arpad Weixlgärtner und Alfred Stix.

Forschung abgeschlossen

Über das Projekt

Mit Gustav Glück (1871–1952), der von 1911 – 1931 die Leitung der Gemäldegalerie innehatte besetzte erstmals ein Kunsthistoriker die Leitung  – dieser Posten war bis dahin Malern vorbehalten gewesen. Glück führte das Haus in die Moderne. Mit wissenschaftlichem Anspruch begann er zu Beginn seiner Amtszeit das Erscheinungsbild der alten kaiserlichen Sammlung zu verändern – durch eine zeitgemäße Neupräsentation der Gemälde und eine planungsvolle Sammlungstätigkeit. Darüber hinaus ändert sich der Bestand durch alte Neuzugänge: Zahlreiche Gemälde aus den Depots werden durch Restaurierungen und durch Röntgenuntersuchungen neu entdeckt – eine europäische Neuheit.

Seine Nachfolger, von 1931 bis 1933 Arpád Weixlgärtner und von 1933 bis 1938 Alfred Stix führten diese Linie fort.  In die Jahre des Untersuchungszeitraums fallen das Ende der Monarchie, der Erste Weltkrieg, der Zusammenbruch des Kaiserreichs, der Übergang zur Ersten Republik und die Zeit des Austrofaschismus. Entscheidende politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Umbrüche stehen an, die das Museum als Institution beeinflussen und die Entwicklung des modernen Museums ermöglichen: Für die Gemäldegalerie beinhaltet dies eine Neuinterpretation des Sammlungsbestandes und die Entwicklung einer wissenschaftlichen Institution.  Diese Zeit des Umbruchs wurde für die Wiener Galerie – im Unterschied zu anderen europäischen Sammlungen – bisher nur in Teilstudien berücksichtigt. Die Aufarbeitung des Themas geht von bisher nicht veröffentlichtem Aktenmaterial aus den Archivbeständen des Museums aus. Untersucht werden Neupräsentation, Sammlungspolitik und Depotneuentdeckungen.

Das Bild zeigt einen Ausstellungsraum eines Museums mit mehreren Gemälden an den Wänden. In der Mitte steht eine runde Bank. Der Raum hat hohe Wände und eine elegante Decke. Die Gemälde zeigen verschiedene Szenen und Figuren. Es ist ein ruhiger, kunstvoller Raum.
Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie, Saal XIII (Rubens), 1930

Projektleitung
Dr. Sylvia Ferino-Pagden

Projektmitarbeit
Dr. Wencke Deiters

Finanzierung
Jubiläumsfond der OeNB Projekt Nr. 15006

Projektlaufzeit
1. September 2012 - 30. Juni 2016

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Viele Forschungsprojekte stellen Fragen nach geschichtlichen Zusammenhängen. Sie gehen also über eine reine Objektgeschichte hinaus und zielen auf eine breitere, kulturhistorische Einordnung von Sammlungsgut.