Ziel des Projektes war die umfassende Analyse des Grabdenkmals und seines Bildschmuckes, zusammengefasst in einer abschließenden Publikation. Diese enthält einen Katalog der Reliefplatten, in dem neben Maßen und Erhaltungszustand auch eine detaillierte Beschreibung und stilistische Analyse der Figuren zu finden ist. Neben einem Abriss zur Forschungsgeschichte umfasst das Werk eine Beschreibung der Anlage mit Umfassungsmauer, Sarkophag, Einbauten und freiplastischen Skulpturen. Weitere Untersuchungen galten Typologie, Ikonographie und Stil der Reliefs im Vergleich zu denen anderer monumentaler Grabbauten in Lykien. Ebenso wird Fragen nach der Motivation der Themenauswahl sowie der möglichen Vorbilder, der Datierung des Denkmals und der historischen Person des Grabherrn und dessen sozialer Stellung nachgegangen. Abschließend wird die Bedeutung des Heroons und seines Bildprogrammes für die Klassik des 4. Jhs. v. Chr. diskutiert.
Publikationen
- Alice Landskron, Mythos und Lebensbild. Das Heroon von Trysa, in: Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien 10, 2008, 117–127
- Wolfgang Oberleitner, Das Heroon von Trysa. Ein lykisches Fürstengrab des 4. Jahrhunderts v. Chr., Zaberns Bildbände zur Archäologie 18, Mainz 1994
- Fritz Eichler, Die Reliefs des Heroon von Gjölbaschi-Trysa, Kunstdenkmäler, herausgegeben von Ernst Garger, Heft 8, Wien 1950
- Otto Benndorf, Das Heroon von Gjölbaschi-Trysa, Wien 1889
- Die Publikation, die vom Fotoatelier des Kunsthistorischen Museums Wien angefertigte Neuaufnahmen der Reliefplatten enthält, ist Ende 2015 im Verlag Holzhausen erschienen: A. Landskron, Das Heroon von Trysa. Schriften des Kunsthistorischen Museums Wien 13 (Wien 2015).
Projektleitung
Dr. Alice Landskron
Finanzierung
Kunsthistorisches Museum Wien
Projektlaufzeit
seit 2007–2015
