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Forschungsprojekt
Kunstgeschichte

Cranach Digital Archive

Die zahlreichen Gemälde Lucas Cranachs d. Ä. (1472 – 1553) und seines Sohnes Lucas d. J. (1515 – 1586) prägen das Gesicht der Wiener Abteilung früher deutscher Malerei in markanter Weise -  allein vom älteren Cranach und seiner Werkstatt sind über 30 Tafeln vorhanden. Aus diesem Grund gehörte das Kunsthistorische Museum auch zu der Gruppe von acht europäischen und amerikanischen Sammlungen, die in einer 2009 anlaufenden Pilotphase des von Prof. Gunnar Heydenreich (Düsseldorf) geleiteten Projektes „Cranach Digital Archive“ (CDA) ihre Bestände an Cranach-Gemälden digital zu erschließen begannen, um sie auf einer Website zugänglich zu machen (http://www.lucascranach.org).

Forschung abgeschlossen

Über das Projekt

Das „Cranach Digital Archive“, das von der Andrew Mellon Foundation New York großzügig finanziell unterstützt wird, setzt sich zum Ziel, umfassende Foto- und Textdokumentationen von Cranach-Werken in Museen und privaten Sammlungen langfristig zu speichern und der Forschung und Lehre zur Verfügung zu stellen. Dabei wird das Datenmaterial nach festgelegten Ordnungsprinzipien erfasst, systematisiert sowie kommentiert.

In einer zweiten Projektphase, die im Oktober 2012 anlief, werden auch die Wiener Tafelbilder von Lucas Cranach d. J. sowie einzelne Werke aus dem Umkreis und der Nachfolge Cranachs d. Ä. und Cranachs d. J. sukzessive umfassend untersucht. Die Ergebnisse werden aufbereitet und bald auf der Website zugänglich sein.

Publikationen

  • Corpus Antiquorum Österreich. Wien, Kunsthistorisches Museum. Band 5: Attisch rotfigurige Gefäße, Weißgrundige Lekythen. Bearbeitet von Elisabeth Trinkl, Wien 2011
  • Elisabeth Trinkl, Aus einem attischen Grab. Vier weißgrundige Lekythen aus dem Besitz des Grafen Anton Prokesch von Osten in der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums Wien, in: Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien 12, 2010, 105–115
  • Elisabeth Trinkl, Zwei Gefäße aus Athen aus dem Besitz des Grafen Anton von Lamberg-Sprinzenstein im Kunsthistorischen Museum, in: Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien 8/9, 2006/07, 169–177
  • Bettina Vak, Auf der Suche nach dem Original. Anwendungen und Illustrationen naturwissenschaftlicher Diagnostik an attisch figürlich bemalter Keramik aus der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums, Corpus Vasorum Antiquorum Österreich, Beiheft, 1, 2013, 41-72

Projektleitung
Prof. Gunnar Heydenreich
(Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf/Universität der Künste, Köln)

Projektleitung Wien
Dr. Guido Messling

Projektmitarbeit Wien
Mag. Alice Hoppe-Harnoncourt, Mag. Monika Strolz, Mag. Ute Tüchler

Finanzierung
Andrew Mellon Foundation, New York

Laufzeit
seit Oktober 2009

Weitere Forschungsprojekte

Viele Forschungsprojekte stellen Fragen nach geschichtlichen Zusammenhängen. Sie gehen also über eine reine Objektgeschichte hinaus und zielen auf eine breitere, kulturhistorische Einordnung von Sammlungsgut.