Die Anwendung von Röntgen, Infrarot und Infrarotreflektographie (IR, IRR) sowie Ultraviolett (UV) gibt Aufschluss über Malträger, Untermalung, Vorzeichnung sowie spätere Übermalungen. Chemische Analysen von entnommenen Proben dienen der Erforschung des Schichtenaufbaus durch die Präparation von Querschliffen und der Identifizierung von Pigmenten und Bindemitteln. Ausschlaggebend für dieses Forschungsprojekt war Tizians revolutionäre Malweise als wesentlicher Bestandteil seiner einzigartigen Kreativität.
Der wissenschaftliche Katalog der Wiener Bilder wird die Ergebnisse zu Bildgenese, Ikonographie, Zuschreibung, Datierung, Zustand, Formatveränderung und Restauriergeschichte erfassen. Ein Teil der Ergebnisse konnte bereits im Zuge der Ausstellung „Der späte Tizian und die Sinnlichkeit der Malerei“, die im Herbst/Winter 2007/2008 im Kunsthistorischen Museum und im Anschluss in einer weiteren Station in der Gallerie dell’ Accademia in Venedig zu sehen war, veröffentlicht werden. Nachfolgende Veröffentlichungen zeigen, dass auf diese Weise bereits wichtige Impulse für die internationale Tizianforschung gesetzt werden konnten. Das Projekt ist nun abgeschlossen. Der wissenschaftliche Katalog, der die technologische Erfassung und kunsthistorische Interpretation der Werke Tizians in der Sammlung des Kunsthistorischen Museums vorsieht, wurde fertig gestellt. Die Publikation ist in Vorbereitung. Für die Zukunft ist eine zusätzliche Veröffentlichung der Ergebnisse im Internet geplant (siehe Tizian – Digital).
Projektleitung
Dr. Sylvia Ferino-Pagden
Projektmitarbeit
Dr. Wencke Deiters
Mag. Elke Oberthaler
Dr. Martina Griesser
Mag. Robert Wald
Dr. Natalia Gustavson
Dipl.-Rest. Christina Schaaf-Fundneider
Michael Eder
Thomas Ritter
Finanzierung
FWF Projekt Nr. P19032-G13
Projektlaufzeit
2006-2012

