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Münzgeschichten
Numismatik

De Arte Merito Für Verdienste (auf dem Gebiet der) Kunst

Neben der Verleihung von Orden oder Tapferkeitsmedaillen für militärische Leistungen wählte man Verdienst- und Gnadenmedaillen bei der Belohnung ziviler Leistungen. Insbesondere die von Italien ausgehende, wieder aufkommende Porträtmedaille bot für ihre Verwendung als Auszeichnung die besten Voraussetzungen. Von Beginn an traten regierende Fürsten, später auch Stände, Magistrat und Bürger, als Auftraggeber auf, die die Medaille mit ihrem Porträt versahen und für verdienstvolle Leistungen bzw. als Dank oder Gunstbezeugung an Freunde, Verwandte oder einen engen Personenkreis überreichten.

Unter dem österreichischen Kaiser Ferdinand I. zeichnet sich die Verdienstmedaille für Wissenschaft und Kunst im Wesentlichen dadurch aus, dass sie im Gegensatz zur allgemeinen Verdienstmedaille Meritis nicht für das Tragen bestimmt war und daher nicht am Bande oder an der Kette verliehen werden konnte. Verdienstmedaillen dieser Kategorie wurden als Auszeichnung für Leistungen auf dem Gebiet der Wissenschaft oder für an den Kaiser gewidmete literarische und künstlerische Werke benötigt. Wie die allgemeinen Verdienstmedaillen des Kaisers wurden auch diese Medaillen ab 1835 in unregelmäßigen Abständen verliehen und daher entsprechend am Hauptmünzamt ausgeprägt.

Bei diesem Exemplar in Gold handelt es sich um die Künstlermedaille, die im Jahr 1841 an den Zeichner und Maler Joseph von Führich (1800–1876) verliehen wurde. Führich wurde 1840/41 zum Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien ernannt. Die Medaille in Gold erhielt er für seine 1839 fertiggestellten Radierungen zum „Triumphzug Christi“. Sie entstanden 1837 bis 1838 im Auftrag von Stephan Ladislaus Endlicher (1804–1849), einem österreichischen Botaniker, Numismatiker und Sinologen, der dafür 920 Gulden bezahlte. In Anlehnung an einen Holzschnitt des italienischen Malers Tizian von 1510/11 mit dem Sujet des Triumphzugs Christi fertigte Führich bereits 1832 Federzeichnungen auf Bestellung böhmischer Adeliger (Clam-Gallas, Kinsky, Metternich) an. Neben seinen Zeichnungen malte er auch großformatige Ölgemälde mit hauptsächlich religiösem Inhalt.

Wie bei dieser Medaillengattung üblich, weist sie am Revers die zentrale Gravur des Empfängers auf: Josepho Führich.
 

Das Bild zeigt eine Medaille mit dem Profil eines Mannes mit einem ausgeprägten Schnurrbart. Die linke Seite ist klar und detailliert, während die rechte Seite in einem pixelartigen, schematischen Stil dargestellt ist. Der Mann scheint Franz Joseph, Kaiser von Österreich, zu sein.

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