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Erzherzog Ferdinand II. (1529-1595), Kniestück
nach 1557 | Francesco Terzio
Zur zeitlichen Einordnung des Porträts dient neben dem jugendlichen und (noch) schlanken Aussehen Ferdinands die Collane vom Goldenen Vlies. Der habsburgische Hausorden wurde dem Erzherzog in Anerkennung seiner militärischen Leistungen bei Szigetvar am 28. März 1557 verliehen. Ferdinand tritt uns als vollendeter Höfling seiner Zeit gegenüber. Von besonderer Eleganz ist das modische, aus silbernem Stoff gefertigte, geschlitzte Obergewand, bestehend aus Wams, Hose mit Braguette und einer umgeschnallten Tasche. Farblichen Kontrast dazu bilden die schwarze Samtschaube und das Barett. Als typische modische Accessoires gelten die Lederhandschuhe und zur Unterstreichung des adeligen Ranges der umgeschnallte Degen und das Rapiermesser. Das Bildnis dürfte uns Erzherzog Ferdinand II. zu jener Zeit zeigen, als er im Jänner 1557 Philippine Welser auf Schloss Bresnitz heiratete. Das Aussehen und die Persönlichkeit Erzherzog Ferdinands II. waren immer wieder Thema von Gesandtenbeschreibungen. Der Habsburger wurde dabei in jungen Jahren als zart, aber von guter Statur, eher klein – Ferdinand war ca. 1,62m groß – mit rotblondem Haar, heller Haut und blauen Augen beschrieben. Seinem Äußeren nach ähnelte er mehr der Mutter Anna, während der Bruder Maximilian mehr dem Vater Ferdinand glich. Der Charakter und das Auftreten Ferdinands II. galten als vollendet, worin er sehr seinem Vater ähnelte. Körperliche Strapazen, übermäßiges Essen und Trinken sowie Veranlagung ließen Erzherzog Ferdinand II., verfolgt man seine Porträts, schon in den frühen Jahren als Tiroler Landesfürst (ab 1575) sehr kräftig werden und wohl an Bluthochdruck leiden, worauf die starke Gesichtsrötung hinweist.

Zur zeitlichen Einordnung des Porträts dient neben dem jugendlichen und (noch) schlanken Aussehen Ferdinands die Collane vom Goldenen Vlies. Der habsburgische Hausorden wurde dem Erzherzog in Anerkennung seiner militärischen Leistungen bei Szigetvar am 28. März 1557 verliehen. Ferdinand tritt uns als vollendeter Höfling seiner Zeit gegenüber. Von besonderer Eleganz ist das modische, aus silbernem Stoff gefertigte, geschlitzte Obergewand, bestehend aus Wams, Hose mit Braguette und einer umgeschnallten Tasche. Farblichen Kontrast dazu bilden die schwarze Samtschaube und das Barett. Als typische modische Accessoires gelten die Lederhandschuhe und zur Unterstreichung des adeligen Ranges der umgeschnallte Degen und das Rapiermesser. Das Bildnis dürfte uns Erzherzog Ferdinand II. zu jener Zeit zeigen, als er im Jänner 1557 Philippine Welser auf Schloss Bresnitz heiratete. Das Aussehen und die Persönlichkeit Erzherzog Ferdinands II. waren immer wieder Thema von Gesandtenbeschreibungen. Der Habsburger wurde dabei in jungen Jahren als zart, aber von guter Statur, eher klein – Ferdinand war ca. 1,62m groß – mit rotblondem Haar, heller Haut und blauen Augen beschrieben. Seinem Äußeren nach ähnelte er mehr der Mutter Anna, während der Bruder Maximilian mehr dem Vater Ferdinand glich. Der Charakter und das Auftreten Ferdinands II. galten als vollendet, worin er sehr seinem Vater ähnelte. Körperliche Strapazen, übermäßiges Essen und Trinken sowie Veranlagung ließen Erzherzog Ferdinand II., verfolgt man seine Porträts, schon in den frühen Jahren als Tiroler Landesfürst (ab 1575) sehr kräftig werden und wohl an Bluthochdruck leiden, worauf die starke Gesichtsrötung hinweist.
Künstler/in:
Francesco Terzio (?) (um 1523 Bergamo - 1591 Rom) DNBarrow_outward
Zugeschrieben an:
Jakob Seisenegger (?) (1505 Niederösterreich - 1567 Linz) DNBarrow_outward
Abbildung/Person:
Ferdinand II. (1564-1595), Erzherzog von Österreich und Landesherr von Tirol (1529 - 1595) DNBarrow_outward
Zeit:
nach 1557
Objektbezeichnung
Gemälde, Erzherzog Ferdinand II.
Kultur
Italienisch, Oberitalienisch
Material/Technik:
Leinwand
Maße:
115 × 95 cm
Rahmenmaße: 127,7 × 108,7 × 6,5 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie
Inv. Nr.
Gemäldegalerie, 7971
Provenienz
Aus Ambras
nachweisbar Ambras Inventar 1788 (Primisser), fol. 221r/,221v, Nr. 391
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