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Muschelschale, sog. Drachenschale

um 1565/1570, Künstler: Gasparo Miseroni

 

 

Muschelschale, sog. Drachenschale

An dieser Prunkschale geht die Arbeit des Steinschneiders fließend in jene des Goldschmieds über. Es entsteht ein Gebilde von bedrohlicher Phantastik: Ein Drache mit glühenden Rubinaugen sperrt seinen Rachen auf, hoch wölbt sich sein langer, gekrümmter Hals; die Bestie scheint bereit, zuzustoßen. Nach vorne gespannte Flügel umspannen den Gefäßrücken. Der Drachenkörper setzt sich an der Schalenwandung im Flachrelief fort und teilt sich in zwei hochschlängelnde Flossenbeine. Dieses Drachenmotiv ist für die Mailänder Miseroni-Werkstatt charakteristisch. Abstraktes Volutenornament und die Maske unter der Handhabe lösen die dämonische Bestie wieder in groteske Ornamentik auf. Das Stück kommt aus dem Besitz Kaiser Rudolfs II.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XXVIII

Objektdaten

Objektbezeichnung

Gefäß; Schale

Kultur

Mailand

Datierung

um 1565/1570

Künstler

Gasparo Miseroni (um 1518 Mailand - 1573) - GND

Material/Technik

Lapislazuli; Fassung: Gold, Email, Rubine, Smaragde, Perlen, 2 Granate

Maße

H. 17,2 cm, L. 18,9 cm, B. 10,9 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, 1851

100 Meisterwerke - Drachenschale - Gasparo Miseroni

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