Violine

nach 1650, Hersteller/in: Jacob Stainer

 

 

Violine

Die frühesten erhaltenen Geigen stammen aus den 50er-Jahren und zeigen den Geigenbauer bereits in seiner vollen Meisterschaft. Stainer hatte schon zu diesem Zeitpunkt ein Geigenmodell entwickelt, das an Amati orientiert ist, allerdings eigenständige Züge aufweist, die sein gesamtes Schaffen unverwechselbar machen. Die Wölbung von Decke und Boden ist relativ hoch, was zu einem typischen, hellen Klangbild führt. In der Ausarbeitung der f-Löcher, der Randeinlagen und Ränder zeigt sich deutlich Stainers handwerkliche Kunst. Sie sind überaus regelmäßig gearbeitet und tragen wesentlich zum optischen Erscheinungsbild der Instrumente bei. Dies gilt auch für die Schnecke, wobei Stainer vor allem bei seinen späteren Arbeiten auch gelegentlich Löwenköpfe anbrachte. Der Gesamteindruck der Instrumente wird durch den hellen, transparenten Lack bestimmt, der die optischen Qualitäten des Holzes gut zur Geltung kommen lässt. Literatur: Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004. Ausstellungskatalog: Jacob Stainer, "... kayserlicher diener und geigenmacher zu Absom", Schloß Ambras 2003, Wien 2003.

Derzeit nicht ausgestellt.

Objektdaten

Objektbezeichnung

Violine

Kultur

Österreich, Absam

Datierung

nach 1650

Hersteller/in

Jacob Stainer (Absam, 1618/19 - 1683) - GND

Maße Das Hüllmaß ist eine museums- bzw. ausstellungsspezifische Information. Es benennt nicht die realen Maße des Musikinstruments.

Hüllmaß: 580 mm x 190 mm x 100 mm

Beschriftung

Druckzettel: "Antonius & Hieronymus Fr. Amati / Cremonen. Andreæ fil. F. 1625" (1625 hs.); hs. Zettel am Oberklotz: "Jacobus Stainer / Absom propè Œnimpontum / fecit Cremonæ m.pia / 16.." (die beiden letzten Stellen unleserlich);

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente

Inv. Nr.

Sammlung alter Musikinstrumente, 1068

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