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Baßkrummhorn

1522, Hersteller/in: Jörg Wier

 

 

Baßkrummhorn

Ein Merkmal des Instrumentariums der Renaissancezeit ist die bunte klangliche Vielfalt, die die Instrumentengruppen auszeichnet. So erfolgt beispielsweise die Klangerzeugung beim Krummhorn durch ein Doppelrohrblatt, das allerdings vom Spieler nicht direkt angeblasen wird. Das Rohrblatt befindet sich nämlich in einer Windkapsel, die am oberen Ende des Instruments aufgesteckt wird. Durch das Anblasen entsteht in der Windkapsel ein Überdruck, durch den die beiden Lamellen des Rohrblatts in Schwingung versetzt werden. Krummhörner haben einen fast durchgehend zylindrischen Bohrungsverlauf und können nicht überblasen werden. Dadurch ist der Tonumfang relativ klein. Eine Umfangserweiterung wurde beim Bassinstrument von Jörg Wier (frühes 16. Jh.) durch die Anbringung von zwei Messingschubern erreicht, die den tiefsten Ton wahlweise um einen oder zwei Töne absenken. Literatur: Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.

Derzeit ausgestellt: Neue Burg, Sammlung alter Musikinstrumente Saal 9

Objektdaten

Objektbezeichnung

Baßkrummhorn

Kultur

Deutschland, Memmingen

Datierung

1522

Hersteller/in

Jörg Wier (gest. vor 1563 Memmingen) - GND

Maße Das Hüllmaß ist eine museums- bzw. ausstellungsspezifische Information. Es benennt nicht die realen Maße des Musikinstruments.

Hüllmaß: 1000 mm x 320 mm x 70 mm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente

Inv. Nr.

Sammlung alter Musikinstrumente, 678

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