Rankett

16. Jahrhundert, Hersteller/in: anonym

 

 

Rankett

Rankette werden mit einem Doppelrohrblatt gespielt, das vom Spieler direkt angeblasen wird. Es steckt im oberen Ende des Korpus und wird von einer Pirouette geschützt, gegen die der Spieler die Lippen stützt. Das Rankett besitzt, und das ist die Besonderheit seiner Konstruktion, trotz seiner kurzen Bauweise eine große Tubuslänge und damit einen tiefen Klang. Dies wird dadurch erreicht, dass im zylindrischen Korpus bis zu neun Bohrungen parallel angebracht und miteinander verbunden sind. Der für die Tonhöhe ausschlaggebende Bohrungsverlauf wird gleichsam "gefaltet". Da jedoch die Grifflöcher nun nicht mehr in einer Linie angeordnet sind, ergibt sich für den Spieler ein sehr ungewöhnliches Griffschema. Rankette wurden in Stimmwerken gespielt oder zusammen mit anderen Instrumenten als Bassverstärkung eingesetzt. Literatur: Julius Schlosser: Die Sammlung alter Musikinstrumente. Beschreibendes Verzeichnis, Wien 1920. Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004. Ausstellungskatalog: Für Aug' und Ohr. Musik in Kunst- und Wunderkammern, Schloß Ambras 1999, Wien 1999.

Derzeit ausgestellt: Neue Burg, Sammlung alter Musikinstrumente Saal 10

Objektdaten

Objektbezeichnung

Rankett

Kultur

Deutschland

Datierung

16. Jahrhundert

Hersteller/in

Maße Das Hüllmaß ist eine museums- bzw. ausstellungsspezifische Information. Es benennt nicht die realen Maße des Musikinstruments.

Hüllmaß: 120 mm x 50 mm x 50 mm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente

Inv. Nr.

Sammlung alter Musikinstrumente, 213

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