Cister

1574, Hersteller/in: Girolamo de Virchis

 

 

Cister

Die Cister von Girolamo de Virchi (ca. 1523 - nach 1574) stellt eines der prunkvollsten und am schönsten verzierten Instrumente der gesamten Musikgeschichte dar. Sie war Bestandteil der berühmten Kunst- und Wunderkammer Erzherzog Ferdinands auf Schloss Ambras bei Innsbruck. Außer den klangbestimmenden Teilen, die unverziert sind, wurde jedes Bauelement künstlerisch gestaltet. Am Halsansatz findet sich ein Hinweis auf den Besitzer: das Wappen Ferdinands, über dem zwei weibliche Halbfiguren den Erzherzogshut halten. Überaus kunstvolle Arbeit zeigt die Rosette mit ihren teilweise vergoldeten und farbig gefassten Schnitzereien. Den optischen Höhepunkt bildet die Bekrönung der Wirbelplatte. Ein Fratzengesicht geht in ein drachenartiges Ungeheuer über. Dessen Rachen entsteigt eine weibliche Figur, in der unschwer Lucretia zu erkennen ist. Bekleidung und Kopfschmuck der Figur entsprechen denjenigen einer adeligen Dame der Renaissancezeit; sogar die Ohrgehänge sind en miniature aus echten Perlen gefertigt. Literatur: Julius Schlosser: Die Sammlung alter Musikinstrumente. Beschreibendes Verzeichnis, Wien 1920. Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.

Derzeit nicht ausgestellt.

Objektdaten

Objektbezeichnung

Cister

Kultur

Italien, Brescia

Datierung

1574

Hersteller/in

Girolamo de Virchis (Brescia, ca. 1523 - nach 1574)

Maße Das Hüllmaß ist eine museums- bzw. ausstellungsspezifische Information. Es benennt nicht die realen Maße des Musikinstruments.

Hüllmaß: 740 mm x 230 mm x 60 mm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente

Inv. Nr.

Sammlung alter Musikinstrumente, 56

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