Violine

ca. 1883, Hersteller/in: Carl Zach

 

 

Violine

Die Brüder Johann (1850-1893) und Joseph (1852-1895) Schrammel wurden in Neulerchenfeld bzw. in Ottakring, damals Vororte von Wien, als Söhne eines Volksmusikanten und einer Volkssängerin geboren. Beide erhielten eine profunde musikalische Ausbildung; Johann studierte bei Hellmesberger am Konservatorium. 1877 gründeten sie mit dem Klarinettisten Dänzer und dem Gitarristen Strohmayer ein Quartett. Schon bald stand die "Schrammelmusik" als Synonym für Wienerische Volksmusik. Carl Zach (ca. 1850 - 1918) war der Sohn des Geigenbauers Thomas Zach, dessen Werkstätte er in Wien übernahm. Als werbewirksame Maßnahme beschenkte er prominente Musiker mit Instrumenten. So erhielten die Brüder Schrammel 1884 von ihm zwei Violinen, die neben einer entsprechenden Inschrift an den Zargen an Stelle der Schnecke geschnitzte Porträtköpfe der Musiker trugen. Zachs geschäftliche Erfolge erwiesen sich trotzdem nicht als dauerhaft. Nach der Jahrhundertwende geriet er in finanzielle Schwierigkeiten und verstarb verarmt in London.

Derzeit ausgestellt: Neue Burg, Sammlung alter Musikinstrumente Saal 17

Objektdaten

Objektbezeichnung

Violine

Kultur

Österreich, Wien

Datierung

ca. 1883

Hersteller/in

Beschriftung

auf Zargen

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente

Inv. Nr.

Sammlung alter Musikinstrumente, 1087

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