Kommunionkelch mit Patene und Saugröhrchen, sog. Kelch aus St. Peter

um 1160/80

 

 

Kommunionkelch mit Patene und Saugröhrchen, sog. Kelch aus St. Peter

Die Inschrift auf dem verdeckten Rand des Kelchfußes weist die aus Zinnenbekrönungen hervorwachsenden Halbfiguren als Repräsentanten der zwölf Stämme Israels unter der Führung Aarons aus. Durch das Erblühen von Aarons Stab bestimmte Gott die Leviten Aarons zum Priesterstand. Programmatisch steht der alttestamentliche Hohepriester mit Christus in enger Beziehung. Die Inschrift auf dem Lippenrand des Kelches bezieht sich auf die zwölf Repräsentanten des Alten Bundes nach Moses, die im Gebet erflehen, dass das Heilige Blut wiederherstelle, was die Sünde tötet. In der Szene des Letzten Abendmahls auf der Patene ist schließlich der hohepriesterliche Akt der Einsetzung des Neuen Bundes dargestellt. Der Kelch ist als ein Gegenstand lebendigen Glaubens zu verstehen, das Bildhafte weist auf die ideelle Realität der Glaubensinhalte hin.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XXXVII

Objektdaten

Objektbezeichnung

Liturgisches Gerät

Kultur

Salzburg

Datierung

um 1160/80

Material/Technik

Silber vergoldet, Nodus aus Beryll, Steinbesatz

Maße

H. 23 cm, D. 27 cm (Patene), L. 23 cm (fistula)

Beschriftung

"PRESCIA PRISCORVM SVSPIRANT VOTA VIRORVM VT SACER HIC SANGVIS RESTAVRET QVOD NEGAT ANGVIS" (Kelchrand); "SORTE FOCIS THVRA TRIBVS ELIGITVR POSITVRA VIRGVLA QVOD SPONDET QVE GERMINE FLORIDA FRONDET" (Kelchfußrand; verdeckt); "HEC DVODENA COHORS FIT HOC IN MVNERE CONCORS HIC PIA VITA DATVR TETRA MORS HOC PANE FVGATVR PECTORE TRACTAT(VR) QVOD VISV RITE NEGAT(VR) EST CARO N(ON) PANIS QVA MENS REPARET(VR) INANIS" (Patenenrand außen); "MORS EST INDIGNIS HEC CENA SALVSQ(VE) BENIGNIS QVI CARNEM NVDAM MALVS ACCIPIS ASPICE IVDAM" (Patene, um Abendmahlstisch); "PECCATI MORBIS HOC AGNO SOLVITVR ORBIS" (Patene, um Lamm Gottes)

Stempel / Zeichen

Salzburger Repunze von 1806/07 (Patene)

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, 9983

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