Grablegung Christi

um 1480, Zugeschrieben an: Andrea Mantegna

 

 

Grablegung Christi

Der expressive Ausdruck des Schmerzes, der die handelnden Personen auf diesem Relief charakterisiert, scheint nicht mehr überbietbar. Der bis heute noch anonym gebliebene Künstler hat sich für seine Darstellung der Grablegung Christi des Vorbilds sowohl Donatellos als auch Mantegnas bedient. Auch hinsichtlich der Technik des außerordentlich flachen, gelegentlich sogar hinterschnittenen Reliefs manifestiert sich seine Schulung am Spätwerk Donatellos. Die bemerkenswert subtile graphische Behandlung der Oberfläche läßt wiederum die Vermutung zu, dass der Künstler ein Goldschmied aus der Umgebung Mantegnas war. Er dürfte im Auftrag der Gonzaga in Mantua gearbeitet haben, woher das Relief stammt und wofür die höfisch preziöse Teilvergoldung spricht. In der langen Kette der über Riccio bis zu Tizian reichenden Nachfolgewerke, die letztlich alle auf Donatellos Erfindung gründen, stellt unser Relief kompositorisch ein wichtiges Bindeglied dar.

Derzeit nicht ausgestellt.

Objektdaten

Objektbezeichnung

Relief; Bronzeplastik

Kultur

Mantua

Datierung

um 1480

Zugeschrieben an

Andrea Mantegna (1430/31 Isola di Carturo - 1506 Mantua) - GND

Material/Technik

Bronze, teilweise vergoldet, Silber

Maße

24,4 cm × 44,9 cm × 2 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, 6059

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