Allegorie der Astronomie

um 1585, Künstler: Giovanni Bologna, gen. Giambologna

 

 

Allegorie der Astronomie

Die in der Statuette dargestellte junge Frau ist durch ihre Attribute, Prisma, Armillarsphäre, Richtscheit, Lineal, Zirkel und Lot, als eine Allegorie der Astronomie gekennzeichnet. In alten Inventaren erhielt sie deshalb die Bezeichnung Venus Urania. Die Statuette markiert einen Höhepunkt in Giambolognas Bestreben, einen schönen, nackten weiblichen Körper in einer unendlichen Anzahl gleich perfekter Ansichten, also "von allen Seiten gleich schön", darzustellen. Sie ist um 1573 entstanden, zur Zeit etwa, in der der Künstler seine Apollostatuette für das Studiolo Francescos de' Medici schuf, dessen kompositorisches Gegenstück sie ist.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XXVII

Objektdaten

Objektbezeichnung

Statuette; Bronzeplastik; Kleinbronze

Kultur

Florenz

Datierung

um 1585

Künstler

Giovanni Bologna, gen. Giambologna (1529 Douai - 1608 Florenz) - GND

Antonio Susini (1558 - 1624 Florenz; tätig in Florenz ab 1572) - GND

Material/Technik

Bronze feuervergoldet

Maße

H. 38,8 cm

Signatur

GIO BOLONGE

Beschriftung

"VENNVS", "SOL", "LVNNA" (auf dem Himmelsglobus; Buchstaben "N" und "S" seitenverkehrt)

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, 5893

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