Sogenannter Olifant Graf Albrechts III. von Habsburg

2. Hälfte 11. Jh..; spätere Widmungsinschrift dat. 1199

 

 

Sogenannter Olifant Graf Albrechts III. von Habsburg

So genannte sarazenische Hörner waren als Signalhörner bei Jagden im Mittelalter weit verbreitet. Verzierungen finden sich auf Blaszone und Mundstück in Form ornamentaler Friese, hinzu kommt ein breiter figuraler Randstreifen mit Jagd- und Tierkampfszenen. Auf der schmucklosen, gekanteten Mittelzone des Olifanten wurde - wohl anlässlich der Umwidmung - eine hochmittelalterliche Inschrift eingraviert. Sie berichtet, dass Graf Albrecht III. von Habsburg, der Großvater König Rudolfs I., das mit Reliquien gefüllte Horn 1199 dem Kloster Muri (Schweiz) zum Geschenk machte. Die Umwandlung kostbaren weltlichen Besitzes in Reliquiare kam häufig vor. 1702 gelangte der Olifant als Geschenk des damaligen Abtes an den Kaiser in habsburgischen Besitz zurück.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XXXVI

Objektdaten

Objektbezeichnung

Jagdhorn; Olifant

Kultur

Unteritalienisch (Salerno oder Amalfi?)

Datierung

2. Hälfte 11. Jh..; spätere Widmungsinschrift dat. 1199

Material/Technik

Elfenbein

Maße

L. 51,8 (44,5) cm, Dm. 11,5 (2) cm

Beschriftung

"NOTVM. SIT. O (MN) IB (VS). CORNV. ISTVD. ASPICIENTIBVS
QVOD. COMES. ALBERT (VS). ALSATIE(N)SIS. LANTGRA
VI(VS). DE. HAPISP(VRG). NAT(VS). SAC(R)IS. RE(LI)QVVIS. CORNV. IS
TVD. DITAVIT. HEC ACTA SV(NT) ANN
O. M. C. XC. VIIII."

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, 4073

Kunst & Patenschaft

Viele unserer Objekte sind auf der Suche nach Paten. Mit einer Kunstpatenschaft tragen Sie dazu bei, die Schätze der Kunstgeschichte für die Zukunft zu bewahren.
Als Kunstpate fördern Sie mit Ihrer Spende direkt und nachhaltig die wissenschaftliche Dokumentation, Erforschung, Restaurierung und Präsentation der Kunstbestände des Kunsthistorischen Museums Wien.

Werden Sie Kunstpate