Weibliche Büste, Idealporträt der Laura (?)

um 1490 (?), Künstler: Francesco Laurana

 

 

Weibliche Büste, Idealporträt der Laura (?)

Der Dalmatiner Francesco Laurana war einer der großen Wanderkünstler der italienischen Frührenaissance. Er schuf diese Büste wohl während seines dritten Aufenthaltes in Neapel. Sie stellt entweder Ippolita Maria Sforza, die Gemahlin von König Alfons II. von Neapel, oder deren Tochter Isabella dar, die 1489 Gian Galeazzo Sforza, Herzog von Mailand, heiratete. Laurana formte die Büste stark abstrahierend in einfachen, glatten sphärischen Formen und hauchte ihr dann mit gefärbtem Wachs Leben ein. Selbst die roten Blumen im Netzwerk der Goldhaube sind aus Wachs modelliert, während über der Stirn der anmutigen Dame ein echtes Juwel zu ergänzen ist. Bei keinem der übrigen Porträts Lauranas ist die Polychromierung erhalten.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XXXIV

Objektdaten

Objektbezeichnung

Porträtkopf; Büste

Kultur

Mailand (?)

Datierung

um 1490 (?)

Künstler

Francesco Laurana (um 1430 Vrana bei Zara - 1502 Avignon) - GND

Material/Technik

Marmor, farbig gefaßt, Wachsapplikationen

Maße

H. 44 cm, B. 42,5 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, 3405

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