Schreibzeug

um 1560/1570, Künstler: Wenzel Jamnitzer

 

 

Schreibzeug

Schon aus mittelalterlichen Inventaren sind Behälter zur Aufbewahrung von von Schreibgeräten bekannt. In der Renaissancezeit erfuhren diese in kunstvollster Ausführung besondere Aufmerksamkeit. Ein schönes Beispiel ist die Schreibkassette des als Goldschmied am kaiserlichen Hof sowie für Erzherzog Ferdinand II. und den König von Frankreich arbeitenden Wenzel Jamnitzer. Sie vertritt exemplarisch für die in der zweiten Hälfte des 16. Jh. in ganz Europa nachweisbare naturalistische Geschmacksrichtung, den style rustique. Dabei wurde die Natur bis hin zur direkten Abformung, ohne künstlerische Umsetzung, genau nachgebildet. Auf dem Deckel der Kassette sind die Abgüsse von Heuschrecke, Falter, Muscheln, Käfern, Frosch und Eidechsen wohlgeordnet wie in Schächtelchen eines Naturalienforschers in zehn Felder gesetzt.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XXIV

Objektdaten

Objektbezeichnung

Kästchen

Kultur

Nürnberg

Datierung

um 1560/1570

Künstler

Wenzel Jamnitzer (Wien um 1508 - 1585 Nürnberg) - GND

Material/Technik

Silber

Maße

L. 22,7 cm, B. 10,2 cm, H. 6 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, 1155

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