Bezoar

3. Viertel 16. Jahrhundert

 

 

Bezoar

Das Wort Bezoar stammt vom persischen Begriff bâd-sahr = Gegengift ab. Der Stein entsteht im Magen oder Darm gewisser Wiederkäuer und galt bis ins 18. Jh. als wirksames Heilmittel gegen verschiedene Krankheiten wie z. B. Melancholie und Epilepsie. Außerdem betrachtete man ihn, wie der Name sagt, als geheimnisvolles Schutzmittel gegen Vergiftungen. Wegen dieser Heil bringenden Qualitäten wurden Bezoare besonders sorgfältig aufbewahrt und gerne in kostbarer Fassung als fürstliches Geschenk dargebracht. Dieser Bezoar ruht auf einem mit Smaragden besetzten Goldreif auf, der von drei ornamentalen Löwen getragen wird. Vier smaragdbesetzte Bänder halten in Verbindung mit drachenartigen Voluten den Bezoar. Eine ebenfalls smaragdbesetzte Krone schließt den Aufbau nach oben zu ab.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XXV

Objektdaten

Objektbezeichnung

Bezoar

Kultur

Spanisch

Datierung

3. Viertel 16. Jahrhundert

Material/Technik

Bezoar, Gold, Smaragde, Rubine

Maße

H. 25,5 cm, B. 16 cm, T. 13,3 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, 981

Kunst & Patenschaft

Viele unserer Objekte sind auf der Suche nach Paten. Mit einer Kunstpatenschaft tragen Sie dazu bei, die Schätze der Kunstgeschichte für die Zukunft zu bewahren.
Als Kunstpate fördern Sie mit Ihrer Spende direkt und nachhaltig die wissenschaftliche Dokumentation, Erforschung, Restaurierung und Präsentation der Kunstbestände des Kunsthistorischen Museums Wien.

Werden Sie Kunstpate