Straußenei-Pokal

um 1570/1575, Künstler: Clement Kicklinger

 

 

Straußenei-Pokal

In der Verbindung von exotischen Naturalien und edler Goldschmiedekunst ist dieser Pokal ein typisches Kunst- und Wunderkammerstück. Über dem durchbrochenen Fuß mit kräftigen Korallenstämmen führt ein Mohr an einer langen Kette einen Strauß, der sein eigenes Ei auf dem Rücken trägt. Außerdem hat er im Schnabel ein Hufeisen, das schon im 16. Jh. als Glücksbringer galt. Das Motiv des Straußes als Eisenfresser stammt aus der antiken Sagenwelt und bedeutet "Stärkung durch Widerstand", denn der Vogel hat solche Kräfte, dass er Stein und Eisen verdaut und sich davon nähren kann. Dazu passen die Korallen, denen Heilkraft gegen "Aufwallung in den Gedärmen und dem Geblüt" sowie Schutz gegen den bösen Blick und Zauberei zugeschrieben wurde.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XXV

Objektdaten

Objektbezeichnung

Gefäß; Deckelpokal

Kultur

Augsburg

Datierung

um 1570/1575

Künstler

Clement Kicklinger (Meister 1561 - 1617 Augsburg)

Material/Technik

Straußenei, Koralle, Silber, vergoldet, teilweise bemalt

Maße

H. 56,8 cm

Stempel / Zeichen

Augsburger Pyr (SEL 12); R 3, Nr.355 (SEL 735a)
Seling 2007: MZ 735a, BZ 0070 (verwendet 1559-1586)

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, 897

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