Allegorie der Vergänglichkeit, sog. Vanitas-Gruppe

um 1470/1480, Künstler: Michel Erhart , ODER:

 

 

Allegorie der Vergänglichkeit, sog. Vanitas-Gruppe

Als dreifigurige Gruppe im Regelmaß komponiert, stehen Jugend und Schönheit einerseits und das Alter andererseits einander thematisch gegenüber. Sie werden im Jüngling und in dem Mädchen sowie durch die Gestalt einer Greisin verkörpert, an der sich der Verfall drastisch zeigt. Die Schamhaftigkeit des anziehenden jungen Paares kontrastiert krass mit der schamlosen Preisgabe des Hässlichen an der "garstigen Alten", einer Travestie. Mit der moralisierenden Tendenz - dem Hinweis auf die Vergänglichkeit alles Irdischen - geht ein gewisses lustfeindliches Prinzip einher: Noch ist die antikische Unbefangenheit im Verhältnis zum Nackten nicht zurückgewonnen.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XXXIV

Objektdaten

Objektbezeichnung

Skulptur; Statuette

Kultur

Ulm

Datierung

um 1470/1480

Künstler

Michel Erhart , ODER: (um 1440/45 - nach 1522) - GND

Jörg Syrlin d. Ä. (Ulm, 1425 - 1491) - GND

Material/Technik

Lindenholz mit alter Fassung

Maße

46 cm × 19 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, 1

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