Kontragitarre

zwischen 1841 und 1851, Hersteller/in: Johann Anton Stauffer

 

 

Kontragitarre

Die Saitenanzahl erhöht sich im 19. Jahrhundert auf sechs, wobei allerdings auf Doppelchöre verzichtet wird. Die Bünde, die bei den früheren Typen aus Darmsaiten geknüpft wurden, bestehen nun aus Metall und sind in das Griffbrett eingelegt. Waren früher die Korpusse aus wertvollen Edelhölzern verleimt, dominiert zumindest im Wiener Gitarrenbau des 19. Jahrhunderts das helle Ahornholz. Im Gegensatz zu den mit aufwändigen Verzierungen der Decken und der Schalllöcher versehenen Barockgitarren wirken diejenigen des Biedermeiers äußerst schlicht. Ihre Beliebtheit hing in hohem Maß mit der Freude am Musizieren im Freien zusammen. Bei der Kontragitarre sind neben den sechs Griffsaiten bis zu sieben Basssaiten angebracht, die nicht über das Griffbrett laufen. Sie sind diatonisch gestimmt und ergeben die jeweiligen Basstöne. Die Gitarre übernimmt daher eine Doppelfunktion als Akkord- und Bassinstrument. In der Mitte des Corpus ist zu dessen Verstärkung ein Metallstab eingezogen.

Derzeit nicht ausgestellt.

Objektdaten

Objektbezeichnung

Kontragitarre

Kultur

Österreich, Wien

Datierung

zwischen 1841 und 1851

Hersteller/in

Maße Das Hüllmaß ist eine museums- bzw. ausstellungsspezifische Information. Es benennt nicht die realen Maße des Musikinstruments.

Hüllmaß: 1045 mm x 355 mm x 85 mm

Beschriftung

Zettel: [ms.] "Joh. Anton Stauffer Wien Nr. 1100" [Druck] "Da viele von Obigem nicht verfertigte Instrumente mit seinem Namen bezeichnet sind, so wird die Echtheit dieses, so wie eines jeden von Obigem verfertig

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente

Inv. Nr.

Sammlung alter Musikinstrumente, 1059

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