Tartölt

vor 1578, Hersteller/in: anonym

 

 

Tartölt

Die Tonerzeugung erfolgt bei den Tartölten über ein Doppelrohrblatt, das auf ein in Form einer Achterschlaufe verschlungenes Anblasrohr gesteckt wurde. Der Tubus des Instruments besteht aus Metall und ist schraubenförmig gewunden. Dieses Rohr ist in die Nachbildung eines Drachenkörpers integriert. Durch die schraubenförmige Windung des Tubus wird eine äußerst kurze Bauart ermöglicht. Dadurch ergibt sich weiters, dass alle Grifflöcher auf einer Linie zu liegen kommen, die dem Rücken des Tieres entlang läuft. Der Kopf des Drachens bildet die Schallaustrittsöffnung. Die fünf Tartölten sind als zusammengehöriges Stimmwerk konzipiert, das aus zwei Diskant- und zwei Mittelstimmeninstrumenten sowie einem Bassinstrument besteht. Über die musikalische Funktion der bemerkenswerten Objekte können nur Vermutungen angestellt werden. Die Drachen können als Attribute bei Hades- oder Furiendarstellungen angesehen werden. Literatur: Julius Schlosser: Die Sammlung alter Musikinstrumente. Beschreibendes Verzeichnis, Wien 1920. Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004. Ausstellungskatalog: Für Aug' und Ohr. Musik in Kunst- und Wunderkammern, Schloß Ambras 1999, Wien 1999.

Derzeit nicht ausgestellt.

Objektdaten

Objektbezeichnung

Tartölt

Kultur

Deutschland

Datierung

vor 1578

Hersteller/in

Material/Technik

Corpus aus zwei verlöteten Metallhälften zusammengesetzt, polychrom gefasst, teilweise vergoldet

Maße Das Hüllmaß ist eine museums- bzw. ausstellungsspezifische Information. Es benennt nicht die realen Maße des Musikinstruments.

Hüllmaß: L. 370 mm, B. 40 mm, H. 40 mm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente

Inv. Nr.

Sammlung alter Musikinstrumente, 208

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