Zurück Weiter

Lyra-Cister

16. oder 17. Jahrhundert, Hersteller/in: anonym

 

 

Lyra-Cister

Diese Cister, deren Korpus formale Anklänge an die antike Lyra zeigt, wird bereits in einem Ambraser Inventar des 17. Jahrhunderts erwähnt. Es dürfte sich um ein Theaterinstrument handeln, das auf der Bühne eingesetzt wurde. Typisch für die Spätrenaissance ist die Bestrebung, das antike Theater mit zeitgenössischen Mitteln wieder zu beleben. Der eigentliche Schallkörper ist sehr klein und umfasst nur den untersten, mit goldenen Ornamenten verzierten Teil des Instruments. Die darüber ansetzenden Korpusteile entsprechen formal den Jocharmen einer Leier. An Stelle des Querjochs sind die beiden Hälse angesetzt. Auch die Verwendung der Voluten und des Blattwerks ist als Zitat historischer Stilelemente anzusehen. Das Instrumente ist mit Metallsaiten bezogen und besitzt Metallbünde. Ein Wirbelkasten trägt sechs Spielsaiten; ein separater Hals nimmt die acht Basssaiten auf, deren Saitenlänge sich kontinuierlich verlängert. Literatur: Julius Schlosser: Die Sammlung alter Musikinstrumente. Beschreibendes Verzeichnis, Wien 1920. Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.

Derzeit ausgestellt: Neue Burg, Sammlung alter Musikinstrumente Saal 10

Objektdaten

Objektbezeichnung

Lyra-Cister

Kultur

(?)

Datierung

16. oder 17. Jahrhundert

Hersteller/in

Maße Das Hüllmaß ist eine museums- bzw. ausstellungsspezifische Information. Es benennt nicht die realen Maße des Musikinstruments.

Hüllmaß: 1600 mm x 360 mm x 45 mm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente

Inv. Nr.

Sammlung alter Musikinstrumente, 61

Kunst & Patenschaft

Viele unserer Objekte sind auf der Suche nach Paten. Mit einer Kunstpatenschaft tragen Sie dazu bei, die Schätze der Kunstgeschichte für die Zukunft zu bewahren.
Als Kunstpate fördern Sie mit Ihrer Spende direkt und nachhaltig die wissenschaftliche Dokumentation, Erforschung, Restaurierung und Präsentation der Kunstbestände des Kunsthistorischen Museums Wien.

Werden Sie Kunstpate