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Relief: Reiterschlacht

Griechisch, Hellenistisch, um 166 v. Chr.

 

 

Reiterschlacht

Dargestellt ist ein Kampf zwischen ionischen Griechen und Galatern, wobei sich der Sieg für die Griechen abzeichnet. Die besterhaltene Szene zeigt rechts von einem Feldzeichen (signum) einen gepanzerten griechischen Reiter, dessen Pferd über einen gefallenen Galater hinwegspringt, und links einen Galater zu Fuß, der sich mit dem Schild gegen den Angriff der Griechen zu decken sucht, davor ein kopfüber vom Pferd stürzender Galater. Schon im frühen 3. Jh. v. Chr. waren die keltischen Galater in Kleinasien eingefallen; immer wieder kam es auch in den folgenden Jahrhunderten zu schweren Auseinandersetzungen mit Pergamenern und Römern. Das Reiterschlachtrelief bezieht sich vermutlich auf den letzten pergamenisch-galatischen Krieg in den Jahren 168 - 166 v. Chr., in dem Eumenes II., König von Pergamon, schließlich einen glänzenden Sieg über die Galater errang. Zur Ehrung des Retters aus der dauernden galatischen Bedrohung hat Ephesos - wie Milet, Sardes und Pergamon - wohl ein Denkmal für Eumenes errichtet, das Relief könnte zu einem solchen gehören.

Derzeit ausgestellt: Neue Burg, Ephesos Museum Plateau Athlet

Objektdaten

Objektbezeichnung

Relief

Kultur

Griechisch

Periode

Hellenistisch

Datierung

um 166 v. Chr.

Fundort

Ephesos Torbau nördlich der Arkadiane| Umgebung| (Selçuk, Kleinasien, Türkei|)

Material/Technik

Dolomit-Marmor

Maße

H. 99 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung

Inv. Nr.

Antikensammlung, I 814

Provenienz

Sultan, Abdul, Hamid, II.; Österreichische Ausgrabungen in Ephesos; Geschenk an Kaiser Franz Joseph; 1911 nachträglich inventarisiert

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