Musensarkophag

Römisch, Mittlere Kaiserzeit, 180 - 200 n. Chr.

 

 

Musensarkophag

Erhalten sind die Vorderseite und - als Einzelteile - die beiden Schmalseiten des Sarkophags, der sich zunächst vor der Basilika S. Maria Maggiore in Rom und danach in der römischen Privatsammlung der Galleria Giustiniani befand. 1815 wurde er zusammen mit der berühmten Lamberg'schen Vasensammlung erworben. Auf der Vorderseite stehen in der Mitte die Göttin Athena und ganz rechts außen Apollon als Führer der Musen (Musagetes). Aufgrund von Kleidung, Haltung und Attributen lassen sich die neun Musen wie folgt benennen (von links nach rechts, in Klammer der Wirkungsbereich der Musen): Polyhymnia (ernster Gesang), Kleio (Geschichtsschreibung), Terpsichore (Tanz), Thaleia (Komödie), Urania (Astronomie), Euterpe (Lyrik), Melpomene (Tragödie), Erato (Liebesdichtung), Kalliope (Epos). Auf den in flachem Relief gehaltenen Schmalseiten sitzen rechts ein Philosoph vor einer Sonnenuhr mit Buchrolle und Stab in den Händen, links ein Dichter vor einer Komödienmaske.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung Raum XI

Objektdaten

Kultur

Römisch

Periode

Mittlere Kaiserzeit

Datierung

180 - 200 n. Chr.

Fundort

Material/Technik

Marmor

Maße

H. 67 cm, B. 224 cm

Seitenteile: B. 67 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung

Inv. Nr.

Antikensammlung, I 171

Provenienz

Lamberg-Sprinzenstein, Graf, Anton von, Wien; früher Rom, St. Maria Maggiore (16. Jh.), Villa Giustiniani (17. Jh.); 1815 Kauf

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