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Oktogon

Römisch, Frühe Kaiserzeit, 3. Drittel 1. Jh. v. Chr.

 

 

Oktogon

Mitten im Stadtzentrum von Ephesos direkt vor den Hanghäusern wurde im ausgehenden 1. Jh. v. Chr. das Oktogon errichtet. In einem quadratischen Sockel befindet sich eine Grabkammer, darüber erhebt sich ein achtseitiger Stufenbau und eine ebenso oktogonale Kammer, die von einer Säulenstellung begleitet war. Ein Pyramidendach und eine Marmorkugel schließen das Gebäude ab. Die Tatsache, daß dieses Grab innerhalb der Stadt errichtet wurde, weist auf eine besondere Stellung des Verstorbenen hin. Im Sarkophag wurden die Gebeine einer jungen Frau gefunden. Im Zusammenhang mit der Zeitstellung des Grabmales, das aufgrund der Bauornamentik in das 3. Drittel des 1. Jhs. v. Chr. datiert werden kann, wurde vorgeschlagen, hier das Grab der Arsinoe IV. zu erkennen. Die ägyptische Prinzessin wurde jedenfalls auf Betreiben ihrer Schwester, der berühmten Kleopatra VII., 40 v. Chr. in Ephesos ermordet.

Derzeit ausgestellt: Neue Burg, Ephesos Museum Plateau Parthermonument

Objektdaten

Objektbezeichnung

Oktogon

Kultur

Römisch

Periode

Frühe Kaiserzeit

Datierung

3. Drittel 1. Jh. v. Chr.

Fundort

Ephesos Kuretenstraße beim Oktogon| (Selçuk, Kleinasien, Türkei|)

Material/Technik

Marmor

Maße

L/H 29 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung

Inv. Nr.

Antikensammlung, I 1633 a

Provenienz

Sultan, Abdul, Hamid, II.; Österreichische Ausgrabungen in Ephesos; Geschenk an Kaiser Franz Joseph; 1957 nachträglich inventarisiert

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