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Harnisch: Leichter Feldküriss

um 1535-1540, Besitzer: Konrad von Boineburg (von Bemelberg)

 

 

Leichter Feldküriss

Dieser Feldküriss ist bis auf die fehlenden Handschuhe vollständig erhalten und gibt einen um 1520 entstandenen leichteren Typus des Reiterharnisches wieder. Zu diesem gehörte statt eines geschlossenen Helmes eine Sturmhaube. Die Befehlshaber des Fußvolkes gaben zu Pferd ihre Kommandos, doch erlaubte es ihnen diese leichtere Ausrüstung, auch zu Fuß ihre Landsknechte anzuführen. Als sich Konrad von Boineburg (von Bemelberg) diesen leichten Reiterharnisch beim Landshuter Plattner Wolfgang Großschedel schlagen ließ, zählte er längst schon zu den bedeutendsten Landsknechtführern Kaiser Karls V. Nicht minder qualitätvoll ist der Ätzdekor des in München und Landshut tätigen Meisters Ambrosius Gemlich. Die Medaillons auf der Brust zeigen Porträts antiker Krieger, darunter findet sich das Monogramm des Ätzmalers (A. G). Darunter ist die Inschrift "HILF. HER. AM. KREICZ" über einem andächtig vor dem Gekreuzigten knienden Landsknecht zu sehen.

Derzeit ausgestellt: Neue Burg, Saal III

Objektdaten

Objektbezeichnung

Harnisch

Kultur

Landshut

Datierung

um 1535-1540

Besitzer

Künstler/in

Wolfgang Großschedel , (Plattner) (erw. 1517 - 1562, tätig in Landshut) - GND

Ambrosius Gemlich , (Ätzmaler) (erw. 1527 - 1542, tätig in München und Landshut) - GND

Material/Technik

Material: Eisen, geschmiedet, getrieben, teils geätzt. Ätzdekor: teils feuervergoldet, teils schwarzgeätzt. Leder. Nietkappen, Rosetten, Schnallen: Messing.

Signatur

unter den Medaillons auf der Brust geätzt A und G

Beschriftung

Auf der Brust: "Hilf.Her.Am.Kreicz"

Stempel / Zeichen

auf der Brust unter dem Schriftzug 'HiILF': Wappenschild mit W; unter dem Kreuz eine weitere, undeutliche Marke

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Hofjagd- und Rüstkammer

Inv. Nr.

Hofjagd- und Rüstkammer, A 376

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