Oboe

1839 (?), Hersteller/in: Wenzel Horak

 

 

Oboe

Die Klappenmechanik der Oboe entwickelte sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entscheidend weiter. Waren um 1810 weitgehend noch zweiklappige Modelle in Gebrauch, lehrte Joseph Sellner 1825 in seiner Oboen-Schule das Spiel von bereits zehnklappigen Instrumenten. So wurde bei den neueren Oboen der Umfang in der Tiefe um den Ton h erweitert und wichtige Klappen für die Töne cis, f, fis, gis und b sowie die c-Trillerklappe montiert. Man rückte dem Ziel, sämtliche Tonverbindungen in allen Tonarten technisch zuverlässig, teilweise mit alternativen Griffen (f-Klappe) und mit sauberer Intonation zu spielen, näher. Die vorliegende Oboe ist mit einigen dieser neuen Klappen ausgeführt: Die mit dem Sellner-System assoziierte fis-Klappe, die vor allem auch der Verbesserung der Intonation diente und die c-Trillerklappe, wurden jedoch nicht angebracht. Das handwerklich äußerst apart gearbeitete Instrument weist eine frontal oder mittels des Kleinfingers der linken Hand zu öffnende f-Klappe auf und die für das Sellner-System typische rechtsgriffige Anordnung des Klappenstiels der cis- Klappe über jenem der c-Klappe neben der es-Klappe. Die c- und h-Klappen sind mit einem feinen Sporngelenk ausgeführt und die Oktavenklappe mit einem seitlichen Schwenker.

Derzeit ausgestellt: Neue Burg, Sammlung alter Musikinstrumente Saal 15

Objektdaten

Objektbezeichnung

Oboe

Kultur

Tschechien, Prag

Datierung

1839 (?)

Hersteller/in

Maße Das Hüllmaß ist eine museums- bzw. ausstellungsspezifische Information. Es benennt nicht die realen Maße des Musikinstruments.

Hüllmaß: 551 mm x 60 mm x 60 mm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente

Inv. Nr.

Sammlung alter Musikinstrumente, 1086

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