Orientalisch: Blankwaffe: Säbel: Persischer Säbel

Anfang 19. Jahrhundert, Besitzer: Kaiser Franz I. (II.) Sohn des Leopold II. von Habsburg Lothringen

 

 

Persischer Säbel

Der besonders prunkvoll verzierte persische Säbel, der als Geschenk an den Kaiserhof gelangte, ist mit einem Elfenbeingriff und vielen weißen Saphiren sowie mit großen, prächtig leuchtenden Smaragden auf Parierstange und Samtscheide geschmückt. Seine Inschrift in Goldätzung auf der eleganten Klinge enthält außer der Jahreszahl 1813 den Namen von Fath Ali Khan, Schah von Persien, der von 1797 bis 1834 regierte. Er stammte aus dem Stamm der turkmenischen Kadscharen vom Ufer des Kaspischen Meeres. Unter ihrem Fürsten Aka Muhammed, dem Onkel von Fath Ali, hatten sich die Kadscharen 1794 des persischen Pfauenthrones bemächtigt, den die Dynastie bis 1925 innehatte. Die Innenseite der Parierstange zeigt anstelle eines weiteren Smaragds das Emailbildnis einer persischen Schönen, das in Auffassung und Haltung sichtlich vom romantischen Geschmack der gleichzeitigen europäischen Malerei geprägt ist. Sie wird von Rosen umgeben, deren hochentwickelte Züchtung ein Jahrhundert nach der Entstehung des Ehren-Säbels so entscheidend durch Persien angeregt wurde. 1813 ist das Jahr des unglücklichen Friedensschlusses von Gulistan, mit dem nach langen Kriegen für den Schah der Verlust seiner Länder Transkaukasien, Georgien und eines Teiles von Armenien an den Zaren von Russland verbunden war. Die Entstehung dieses Wiener Prunksäbels gerade in diesem Jahr kann möglicherweise mit dem Versuch Persiens erklärt werden, durch eine Annäherung an Österreich ein Gegengewicht zu Russland aufzubauen.

Derzeit ausgestellt: Neue Burg, Hofjagd- und Rüstkammer Saal VI

Objektdaten

Objektbezeichnung

Orientalisch: Blankwaffe: Säbel

Kultur

Persisch

Datierung

Anfang 19. Jahrhundert

Material/Technik

Elfenbein, Gold, verschiedenfärbige Halbedelsteine, Maleremail, Rosendamask, Goldtauschierung, schwarzer Samt

Beschriftung

die Klinge aus Rosendamask zeigt eine persische Inschrift in Gold tauschiert

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Hofjagd- und Rüstkammer

Inv. Nr.

Hofjagd- und Rüstkammer, C 209

Kunst & Patenschaft

Viele unserer Objekte sind auf der Suche nach Paten. Mit einer Kunstpatenschaft tragen Sie dazu bei, die Schätze der Kunstgeschichte für die Zukunft zu bewahren.
Als Kunstpate fördern Sie mit Ihrer Spende direkt und nachhaltig die wissenschaftliche Dokumentation, Erforschung, Restaurierung und Präsentation der Kunstbestände des Kunsthistorischen Museums Wien.

Werden Sie Kunstpate