7. Mohrenkönigin (Le roi porté par deux Maures)

1778, Calecuttische Landschaften ("Les nouvelles Indes") (8 Stücke), Entwurf: Alexandre-François Desportes

 

 

7. Mohrenkönigin (Le roi porté par deux Maures)

Die Indienfolgen gehören zu den spektakulärsten und beliebtesten Serien der Pariser Gobelinmanufaktur. Sie spiegeln das naturwissenschaftliche Interesse des Prinzen Johan Maurits von Nassau-Siegen (1604-1679). Dieser hatte als Statthalter von Brasilien neben Wissenschaftlern auch zwei Maler aus den Niederlanden mitgebracht, die das Land erforschen und ihre Eindrücke in Skizzen und Bildern festhalten sollten. Albert van den Eeckhout (1607-1644) malte brasilianische Eingeborene und zeichnete Pflanzen und Tiere. Der Landschaftsmaler Frans Jansz. Post (1612-1680) fertigte volkskundlich interessante Milieustudien an. Die nach diesen Vorbildern hergestellten Kartons wurden erstmals 1687 in der Gobelinmanufaktur in Tapisserien umgesetzt. Nach oftmaligem Gebrauch waren die Kartons jedoch so beschädigt, dass man den Tiermaler Alexandre-François Desportes (1661-1743) beauftragte, neue anzufertigen. So entstanden die sogenannten "Nouvelles Indes", zu denen auch die Wiener Serie zählt. König Ludwig XVI. von Frankreich und seine Gemahlin Marie Antoinette schenkten sie 1777 Kaiser Joseph II.

Derzeit nicht ausgestellt.

Objektdaten

Teil der Serie

Calecuttische Landschaften ("Les nouvelles Indes") (8 Stücke)

Objektbezeichnung

Tapisserie

Kultur

Paris, Gobelinmanufaktur

Datierung

1778

Entwurf

Wirker/Manufaktur

Jacques Neilson (tätig 1749 - 1788)

Material/Technik

Kette: Wolle, Schuß: Wolle, Seide
Kettfäden pro cm: 9

Maße

H. 418 cm, B. 498 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, T XV 7

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