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Der Triumph des Ruhmes über den Tod

Anfang 16. Jahrhundert, Triumphzüge nach Petrarca (6 Stücke),

 

 

Der Triumph des Ruhmes über den Tod

Der sechsteiligen Tapisserienserie liegt das allegorische Gedicht I Trionfi des italienischen Dichters und Gelehrten Francesco Petrarca (1304-1374) zugrunde, in dem der Triumph von Liebe, Keuschheit, Tod, Ruhm, Zeit und Ewigkeit geschildert wird. Der abgebildete Wandbehang demonstriert den Triumph des Ruhmes über den Tod. Auf einem von links kommenden, von zwei weißen Elefanten gezogenen Triumphwagen steht die geflügelte Fama, bekleidet mit einem Federgewand, auf dem zahlreiche Zungen befestigt sind. Sie bläst den Ruhm ihres Gefolges in alle Himmelsrichtungen. Vor dem Wagen sind ein Hahn und eine Fledermaus zu erkennen, Symbole des Tages und der Nacht, gleichfalls Boten des Ruhmes. Bei den den Wagen der Fama begleitenden Personen aus Geschichte und Dichtung handelt es sich um bereits von Petrarca genannte Persönlichkeiten: Plato, Alexander, Aristoteles, Homer, Cicero, Vergil und Karl der Große. Sie sind in der Tapisserie jeweils durch einen Schriftzug bezeichnet. Stilistisch zeichnet sich in dieser Tapisserie der Wechsel zweier Epochen ab. Im Vordergrund ist ein flächig angelegtes millefleurs-Motiv zu sehen, das noch den spätgotischen Wandbehängen verpflichtet ist, während im Hintergrund eine perspektivisch dargestellte Landschaft erkennbar wird, die bereits auf die Errungenschafen der Renaissance verweist. Aus: Das Kunsthistorische Museum in Wien, Prestel Museumsführer, München/Berlin/London/New York 2007, 94 (Katja Schmitz-von Ledebur).

Derzeit nicht ausgestellt.

Objektdaten

Teil der Serie

Triumphzüge nach Petrarca (6 Stücke)

Objektbezeichnung

Tapisserie

Kultur

Französisch

Datierung

Anfang 16. Jahrhundert

Material/Technik

Kette: Wolle, Schuß: Wolle/Seide
Kettfäden pro cm: 5-6

Maße

424 cm × 587 cm

Beschriftung

De terre vient la haulte renommee/Pour atropos et ses deux seurs renger/Car chastete elle a voulu venger/Par son pouvoir comme dame exstimee

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, T CII 4

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