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2. Ergreifung des Apostels Paulus im Tempel von Jerusalem

1535/1540, Szenen aus dem Leben des Apostels Paulus (4 Stücke), Entwurf: Pieter Coecke van Aelst

 

 

2. Ergreifung des Apostels Paulus im Tempel von Jerusalem

Die Serie stammt aus der Verlassenschaft Kaiser Franz I., der anläßlich seiner Vermählung mit Maria Theresia einen großen Bestand an Tapisserien aus seiner lothringischen Heimat nach Wien mitbrachte. Inhaltliche Quelle der Darstellungen ist die Apostelgeschichte aus dem Neuen Testament. Diese Tapisserie ist die sechste aus der neun Stück umfassenden Folge, von welcher sich in Wien nur vier Behänge erhalten haben. Die Juden zerrten Paulus aus dem Tempel heraus, weil sie glaubten, er würde die Menschen dazu anhalten, von dem Gesetz des Moses abzufallen und sich nicht mehr an ihre Bräuche, wie etwa die Beschneidung, zu halten. Die hinzueilenden Soldaten retten jedoch Paulus vor dem Volkszorn (Apg 21, 30-32). Die Wiener Darstellung zeigt allerdings nur ein Ausschnitt aus der originalen Bilderfindung Pieter Coecke van Aelsts, wie sie auf der entsprechenden Tapisserie der kompletten Serie in München (Bayerisches Nationalmuseum) zu sehen ist. Die monumentalen Figuren erinnern deutlich an den Stil Raffaels, mit dem Coecke auch durch das Werk seines Lehrers Bernard van Orley konfrontiert wurde.

Derzeit nicht ausgestellt.

Objektdaten

Teil der Serie

Szenen aus dem Leben des Apostels Paulus (4 Stücke)

Objektbezeichnung

Tapisserie

Kultur

Brüssel

Datierung

1535/1540

Entwurf

Pieter Coecke van Aelst (1502 Aelst - 1550 Brüssel) - GND

Material/Technik

Kette: Wolle, Schuß: Wolle/Seide, Gold und Silber
Kettfäden pro cm: 6 bis 8

Maße

422 cm × 421 cm

Beschriftung

TRIBVNVS PAVLVM E MANIBVS FVRENTIVM IVDAEORVM PER MILITES EREPTVM IN CASTRA ABDVCI IVBET

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. Nr.

Kunstkammer, T III 2

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