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Statuette: Thronende Göttin (Astarte?)

Zyprisch, Eisenzeit, archaisch, 1. Hälfte 6. Jh. v. Chr.

 

 

Thronende Göttin (Astarte?)

Im Laufe
des 9. Jahrhunderts v. Chr. wurde Kition von phönizischen Einwanderern
besiedelt, die Astarte, der Göttin der Fruchtbarkeit, der Liebe und des Todes,
ein Heiligtum errichteten. In der unterlebensgroßen Kalksteinstatue einer
sitzenden Frau ist vermutlich das Kultbild dieser orientalischen Gottheit erhalten.
Die Armlehnen des Thronsessels werden von geflügelten Sphingen, den Begleitern
der Astarte, getragen, die in ihren Vorderteilen als bekleidete männliche
Vollfiguren ausgebildet sind. Die Göttin, mit Spirallocken und in einem langen
Gewand, ist reich geschmückt: Die schwere Halskette und der kunstvoll gebildete
Ohrschmuck nach dem Vorbild von geschmiedeten Anhängern sind für Zypern
charakteristisch. Durch den blockförmigen Aufbau der Figur, den durch die
Schematisierung der Körperformen idolartigen Charakter und die
charakteristische Kopfgestaltung, die sich an archaisch-ostgriechische
Vorbilder anlehnt, verkörpert die thronende Göttin den eigenständigen
zyprischen Mischstil, der sich im 6. Jahrhundert v. Chr. unter ägyptischen,
orientalischen und griechischen Einflüssen entwickelte.

A.
Bernhard-Walcher u.a., Die Sammlung zyprischer Antiken im KHM. Sammlungskataloge
des KHM Bd. 2, Wien 1999 (A. Bernhard-Walcher)

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Object data

Object Name

Statuette

Culture

Zyprisch

Period

Eisenzeit, archaisch

Dated

1. Hälfte 6. Jh. v. Chr.

Site

Material

Kalkstein

Dimensions

H. 81 cm, B. 54 cm, T. 43 cm

Image rights

Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung

Inv. No.

Antikensammlung, I 1548

Provenance

Popper von Podhragy, Leopold, Wien; früher Slg. Graf Anton von Prokesch-Osten; 1936 Kauf

Kunst & Patenschaft

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