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Automat, sog. Cisterspielerin

2. Hälfte 16. Jahrhundert

 

 

Automat, sog. Cisterspielerin

Das musizierende Mädchen schlägt die Cister, dreht den Kopf und bewegt sich scheinbar mit trippelnden Schritten voran, läuft in Wirklichkeit aber auf Rädern. Bewegung vermittelt den Anschein von Lebendigkeit. Den Wunschtraum, Leben nachzugestalten, spiegelt schon die Mythologie des Altertums. Technik und Kunst waren damals noch identisch. Mit Hilfe der Mechanik versuchte man seit jeher, magisch die Schöpfung nachzugestalten. Obgleich Androiden wie die Cisterspielerin als Automaten keineswegs selbsttätig zu agieren vermögen, sondern bei Auslösung vorprogrammiert funktionieren, ist der in Staunen versetzte Beobachter bereit, die unbelebte Puppe für magisch zum Leben erweckt hinzunehmen, solange sie sich bewegt.

Location: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XXXII

Object data

Object Name

Automat

Culture

Spanisch (?)

Dated

2. Hälfte 16. Jahrhundert

Material

Holz, gefaßt, Leinen, Seidenbrokat (Textil); Werk: Eisen

Dimensions

H. 44 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. No.

Kunstkammer, 10000

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