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König Joseph I. als Sieger über den Furor

1693 datiert, Künstler: Matthias Steinl

 

 

König Joseph I. als Sieger über den Furor

Als Gegenstück zu einer Reiterstatuette Kaiser Leopolds I. ist die Statuette seines fünfzehnjährigen Sohnes Joseph I. Teil eines allegorischen Doppeldenkmals. Die Entstehung des Werkes haben wohl die am 4. März 1690 erfolgte Wahl und Krönung Josephs I. zum römischen König und der darauf folgende triumphale Einzug der kaiserlichen Familie in Wien veranlasst. Kaiser Leopold I. führt mit seinem Nachfolger (ab 1705) Gegenwart und Zukunft des erstarkten Hauses Österreich vor Augen. Joseph I. trägt über spitzenbesetztem Untergewand einen Kürass, dessen Brust das kaiserliche Doppeladlerwappen mit den Initialen "JI" ziert. Auf den Pistolenhalftern ist rechts das ungarische und links das böhmische Wappen wiedergegeben. Unter dem sich hoch aufbäumenden Pferd liegt der durch die Tugenden und die Kraft des jungen Königs besiegte Furor (der rasende Wahnsinn), den seine Attribute - Schlangen, Brandfackel und "Fesselung" durch ein Vorhängeschloss am rechten Oberarm - kennzeichnen. Die Figur ist durch die türkischen Pfeile, auf die der rechte Hinterhuf des Pferdes tritt, als Diener des Krieges zu verstehen, verkörpert aber auch allgemein die Mächte des Bösen. Vor der Erscheinung des mit aufwehendem Mantel dahinsprengenden Reiters zieht der Feind erschrocken seine Hand zurück. Steinl erreicht mit dieser aus mehreren Teilen zusammengesetzten Arbeit den Gipfel seiner Schnitzkunst.

Location: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XX

Object data

Object Name

Statuette; Elfenbeinschnitzerei

Culture

Wien

Dated

1693 datiert

Künstler

Matthias Steinl (1643/44 Mattsee/Salzburg ? - 1727 Wien) - GND

Material

Elfenbein

Dimensions

71 cm × 56 cm × 28 cm

Signed

M. Steinle 1693

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. No.

Kunstkammer, 4663

Abbildung/Person

100 Meisterwerke - König Joseph I. als Sieger über den Furor - Matthias Steinl

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