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Sog. Natternzungen-Kredenz

um 1450

 

 

Sog. Natternzungen-Kredenz

Man meinte, in fossilen Haifischzähnen versteinerte Zungen von Nattern (Drachen) erkennen zu können, und schrieb ihnen die Fähigkeit zu, Gifte in Speise und Trank im Sinne der einander aufhebenden Wirkungsweisen von Gift und Gegengift zu neutralisieren. Mit den begehrten Natternzungen ließen Fürsten eigens entworfenes Tafelgerät besetzen. An solchen Kredenzen hingen sie wie Früchte eines Bäumchens. Über einem konventionellen Ständer erhebt sich oberhalb des belaubten Knotengriffs ein Pflanzenbüschel, aus dem der Kranz von Natternzungen hervorwächst. In ihrer Mitte befindet sich ein Citrin. Zwei von drei erhaltenen Natternzungen-Kredenzen überdauerten in Wiener Schatzkammern, andere wurden inventarisch für Friedrich III. zu Wien beziehungsweise für den Herzog von Burgund erfasst.

Location: Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer Wien Raum XXXV

Object data

Object Name

Tafelgerät

Culture

Nürnberg (?)

Dated

um 1450

Material

Silber, vergoldet, fossile Haifischzähne, Citrin (Quarz)

Dimensions

27 cm × 16,3 cm × 15,6 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer

Inv. No.

Kunstkammer, 89

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