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Donnerstagabend im Museum

Verbringen Sie einen inspirierenden Abend im Kunsthistorischen Museum.

Jeden Donnerstag gibt es eine Führung, einen Vortrag, ein Gespräch oder eine Diskussion. Dabei soll die ganze Bandbreite der Museumsarbeit zur Sprache kommen. So auch das Restaurieren, die Architektur, das Archivieren und das Forschen. Internationale Expert*innen kommen ebenso zu Wort wie zeitgenössische Künstler*innen, um das Museum der Alten Meister an die Gegenwart anknüpfen zu lassen.

Wir wollen unseren Besucher*innen alles zeigen was unsere Arbeit betrifft, Raum für Diskussionen bieten und die bemerkenswerte Geschichte des Hauses und seine bedeutenden Sammlungen in allen Facetten vor Augen führen.

Do, 20. Juni,
19 Uhr, Bassano Saal

Ambrosius Holbein (?), Gattin des Marx Fischer, 1512, Kunstmuseum Basel, Geschenk der J. R. Geigy AG, Basel, anlässlich ihres 200-jährigen Jubiläums.
© Martin P. Bühler

 

»Wenn der Vater mit den Söhnen…«

Die Anfänge Hans Holbeins d. J. und Ambrosius Holbeins in Augsburg

Vortrag von Bodo Brinkmann, Kurator für Alte Meister am Kunstmuseum Basel

Im Rahmen der Sonderausstellung Holbein. Burgkmair. Dürer. Renaissance im Norden

Die seit über 160 Jahren getrennten Bildnisse des Ehepaares Fischer konnten anlässlich der Recherchen zur Ausstellung Renaissance im Norden erstmals im Original miteinander verglichen werden. Das Bildnis der Frau, seit 1958 im Kunstmuseum Basel, war der Forschung wohlbekannt. Neu auf dem Kunstmarkt erschien ihr Ehemann. Gemeinsam gibt das Bilderpaar jedoch Rätsel auf, da es im Gegensatz zu den Vorzeichnungen nicht von Hans Holbein d. Ä. zu stammen scheint.

In seinem Vortrag schlägt Bodo Brinkmann eine neue Lösung für dieses kunsthistorische Problem vor.

(Vortrag in deutscher Sprache)

Jetzt anmelden

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist ein gültiges Museumsticket notwendig. Für Jahreskartenbesitzer*innen, Patrons, KHMembers und KHMbassadors sowie ICOM- und BMC-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos.

Do, 27. Juni,
19 Uhr, Bassano Saal

Giovanni Pietro de Pomis, Erzherzog Ferdinand II. (1529-1595), 1594, Öl auf Leinwand, 67 x 53,8 cm, Gemäldegalerie Kunsthistorisches Museum Wien, Inv.-Nr. 8993. © KHM-Museumsverband

 

Das Nachlassinventar Erzherzog Ferdinands II. aus dem Jahr 1596 – nur eine Liste seines Kunstbesitzes?

Vortrag von Elisabeth Reitter, Projektmitarbeiterin Schloss Ambras Innsbruck

Kostbares Tafelgerät, ausgefallene Musikinstrumente, asiatische Palmblattfächer, besondere Schwerter und edle Rüstungen – aber auch leere Truhen, unbrauchbare Reisebetten und zerbrochene Messingleuchter… Das Nachlassinventar von 1596 stellt die bedeutendste Quelle für die Ambraser Sammlungen dar, die einen der Kernbestände des Kunsthistorischen Museums bilden. Gleichzeitig zeichnet dieses historische Dokument anhand der beschriebenen Kunst- und Alltagsgegenstände ein facettenreiches Bild der Lebensweise und Persönlichkeit des Tiroler Landesfürsten Erzherzog Ferdinand II. (1529–1595).

Der Vortrag gibt Einblick zu einem sammlungsübergreifenden Forschungsprojekt, das die kunst- und kulturhistorisch wichtige Aufarbeitung dieses handschriftlich abgefassten Inventars ermöglichte – von der Transkription des originalen Textes, der Objektidentifikation bis zur Erstellung der digitalen Edition.

(Vortrag in deutscher Sprache)

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Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist ein gültiges Museumsticket notwendig. Für Jahreskartenbesitzer*innen, Patrons, KHMembers und KHMbassadors sowie ICOM- und BMC-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos.

Do, 4. Juli,
19 Uhr, Bassano Saal

Jacob van Schuppen (zugeschr.), Kaiser Karl VI. (1685-1740) im Vliesornat (Detail), um 1730, Gemäldegalerie Kunsthistorisches Museum Wien, Inv.-Nr. 2140. © KHM-Museumsverband

»Das ist die kron keyser karels«
Bild- und Textquellen zur Wiener Reichskrone im Fokus der Forschung

Vortrag von Franz Kirchweger, Kurator Kaiserliche Schatzkammer Wien

Die aktuellen Forschungen zur Wiener Reichskrone (Forschungsprojekt zur Reichskrone CROWN) verbinden material- und konservierungswissenschaftliche Fragestellungen mit solchen zum „Schicksal“ der Krone im Laufe der langen Geschichte ihrer Verwendung, die sie vor der Zerstörung bewahrte, zugleich aber zu Veränderungen, Beschädigungen und Reparaturen führte, die das heutige Erscheinungsbild prägen. Historische Bild- und Textquellen liefern dazu wichtige und interessante Informationen, die im Zentrum des Vortrags von Franz Kirchweger stehen.

(Vortrag in deutscher Sprache)

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Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist ein gültiges Museumsticket notwendig. Für Jahreskartenbesitzer*innen, Patrons, KHMembers und KHMbassadors sowie ICOM- und BMC-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos.

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Auf unserem Youtube-Kanal finden Sie alle aufgezeichneten Folgen zur Reihe!

Vögel, Festons, Grotesken: Giovanni da Udines Beitrag zu den Vatikanischen Tapisserieserien

Vortrag von Larissa Mohr

Wie so oft in der frühneuzeitlichen Kunstproduktion wurde auch Raffaels Tapisserieserie der Apostelgeschichte unter Beteiligung seiner Werkstatt geschaffen. Besonders hervorzuheben ist die Rolle von Giovanni da Udine, einem Spezialisten für Tier- und Pflanzenstudien, der mit den Kranichen zur Komposition des Wunderbaren Fischzugs einen bedeutenden Beitrag leistete. Im Rahmen des Vortrags wird anhand erhaltener Vorzeichnungen beleuchtet, welchen Anteil Giovanni da Udine an der Gestaltung jener und weiterer Serien für den Vatikan, wie den Giochi di Putti, hatte.

„Wiens erste Moderne“ und die Renaissance der Globen

Vortrag von Martina Pippal

Die vom Kunsthistorischen Museum herausgegebene Publikation Wiens erste Moderne. Visuelle Konstruktion von Identitäten im 15. Jahrhundert fokussiert sich auf die zukunftsbestimmende Entwicklung der Stadt im 15. Jahrhundert: Als kulturelle Motoren erweisen sich die Immigration politischer Flüchtlinge ebenso wie die Mobilität von Künstlern. Dazu kommen die internationale Wirkung und Wirksamkeit von Professoren der Universität. Zeit und Raum spielen neue Rollen, und die visuellen Medien fungieren als Erkenntnis- und Vermittlungsmittel – von der Zeichnung im Traktat bis hin zum Weltmodell „Globus“.

The tapestry "The Siege of Jerusalem", a technical approach: production and conservation

Vortrag von Pierre Maes, Direktor der Koninklijke Manufactuur De Wit in Mechelen (Belgien). Vortrag im Rahmen der Ausstellung Raffel. Gold & Seide.

Generally speaking, tapestries are well known to art historians. However, the technical aspects of their production are often much less well understood. Yet understanding the technical aspects of tapestry production is an essential element in understanding these monumental objects and their importance in the 15th and 16th centuries. This technical knowledge is also essential for understanding tapestry conservation issues. During this lecture, the tapestry The Siege of Jerusalem (Tournai, c. 1470, 279 x 565 cm) is used as an example to illustrate the production methods and conservation techniques used at De Wit Royal Manufacturers to ensure its long-term preservation.

»[...] et l’amoroso sguardo in sé raccolto« Petrarcas Gedichte als Inspiration

Vortrag von Konrad Schlegel, Kurator der Ausstellung In Love with Laura. Ein Geheimnis in Marmor.

Wieviel verdankt Francesco Lauranas berühmte Wiener Büste in der Kunstkammer den kummervollen Sonetten Francesco Petrarcas auf seine Angebetete Laura? In über 300 berührenden Liebesgedichten hat der italienische Renaissancedichter die unnahbare Schöne besungen und beschrieben, die sich ihm ein Leben lang verweigerte. „[...] et l’amoroso sguardo in sé raccolto“ So manches davon findet sich an unserer kühlen Marmorbüste wieder. Ist sie ein Idealbildnis der Laura?

»[...] als ob sie Tröstung wüsste für mein Klagen«

Ulrike Draesner & Konrad Schlegel im Gespräch über Laura, Petrarca, die Dichtung und die Liebe

Der Bildhauer Francesco Laurana ließ sich für seine berühmte, rätselhafte weibliche Büste im Kunsthistorischen Museum anscheinend von Gedanken Francesco Petrarcas inspirieren. Seit bald 700 Jahren berühren dessen Gedichte auf seine erfolglose Liebe zur schönen, aber verschlossenen Laura das Publikum immer wieder aufs Neue. Doch wie gehen nachfolgende Dichtergenerationen mit diesem Erbe um? Welche Bedeutung hat der Canzoniere für die Kunstgeschichte und wie lässt sich dichterisch durch die 'Zeit- und Sprachfalte' schlüpfen?

Marsyas und Apoll: »the torture never stops«

Lesung von Jürgen Egyptien

Im Mittelpunkt dieses Donnerstagabends mit Jürgen Egyptien (Schriftsteller und Literaturwissenschaftler) steht der Marsyas-Mäander, eine lyrische Szenenfolge, die den Mythos des musikalischen Wettstreits zwischen dem Satyr Marsyas und dem Gott Apollo gestaltet. Das Augenmerk fällt auf die Perspektive des Satyrs, der von dem siegreichen Gott geschunden wird. In einigen lyrischen Szenen wird auf die bildkünstlerische Darstellung des Motivs Bezug genommen. Die andere Hälfte der Lesung bietet Gedichte, die einen neuen Blick auf Gemälde der ständigen Ausstellung des Kunsthistorischen Museums werfen sowie aus Begegnungen mit österreichischer Literatur und der persönlichen Beziehung zu Wien hervorgegangen sind.

»Einer der frühesten völlig modernen Menschen« – Petrarca und die Büste Francesco Lauranas im Kunsthistorischen Museum

Vortrag von Sebastian Schütze, Rektor der Universität Wien, im Rahmen der Ausstellung In Love with Laura – Ein Geheimnis in Marmor

Jacob Burckhardt hat Petrarca emphatisch als einen »der frühesten völlig modernen Menschen« beschrieben. Auch für die bildenden Künste der Renaissance ist der Dichter von wegweisender Bedeutung, etwa für die frühe Landschaftsmalerei, für die Ikonographie der »Uomini Famosi«, das Gelehrtenporträt und den Kanon weiblicher Schönheit. Francesco Lauranas einzigartige Büste der Kunstkammer hat seit ihrer »Entdeckung« durch Wilhelm von Bode 1888 sehr unterschiedliche Deutungen erfahren. Im Kontext der Petrarcarezeption des 15. Jahrhunderts geht der Vortrag der Frage nach, wieviel die Wiener Büste den berühmten Sonetten Petrarcas an seine geliebte Laura verdankt oder ob es sich vielleicht sogar um ein Idealbildnis von Laura handelt.

Der geharnischte Mann der Renaissance – modisch gekleidet

Vortrag von Stefan Krause, Kurator der Ausstellung Iron Men – Mode in Stahl

Ein maßgefertigter Harnisch der Renaissance war ein repräsentatives Kleidungsstück. Er sollte nicht nur den menschlichen Körper im Kampf vor Verletzungen schützen, sondern auch schön aussehen und der aktuellen Mode entsprechen. Stefan Krause ist Kurator der Ausstellung Iron Men – Mode in Stahl und wird den modischen Aspekt von Rüstungen in seinem Vortrag näher beleuchten.

The Martial Maid: Women in the Age of Armour

Chassica Kirchhoff, Detroit Inst. of Arts

Rüstungen sind eine Kategorie der materiellen und visuellen Kultur, die im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa untrennbar mit Konstruktionen und Darstellungen von Männlichkeit verbunden war. Anhand von Geschichten, Bildern und Texten wird in diesem Vortrag untersucht, was es bedeutete, einen weiblichen Körper darzustellen oder zu beschreiben, der in einen solchen symbolischen Panzer aus Stahl gehüllt war, und es wird die Frage gestellt: »Wie konnte das Anlegen einer Rüstung eine Frau in den Augen ihrer Zeitgenossen und der Nachwelt verwandeln?«

Rubens‘ Große Gewitterlandschaft: Quellen der Inspiration

Vortrag von Kunsthistorikerin Gerlinde Gruber

Die Wiener Gewitterlandschaft des Peter Paul Rubens (1577-1640) verblieb im Besitz des Künstlers und ist ein beeindruckendes Zeugnis von seiner Offenheit für Anregungen verschiedenster Art. Es gelang ihm hier, die antiken Vorbilder mit Ideen Leonardos, Tizians, Pieter Bruegel des Älteren und vielem mehr zu einer originellen, überzeugenden und neuen Komposition zu verschmelzen. In mehreren Erweiterungen änderte er den Bildinhalt wesentlich und entwickelte aus einer dramatischen Landschaft eine mythologische Szene mit Happy End.

Alles wesentliche […] sichergestellt und in das Kunsthistorische Museum verbracht

Gespräch mit Provenienzforscherin und Historikerin Monika Löscher und Kunsthistoriker Daniel Uchtmann

Seit 1998 wird im Kunsthistorischen Museum basierend auf dem Bundesgesetz über die Rückgabe von Kunstgegenständen und sonstigem beweglichen Kulturgut aus den österreichischen Bundesmuseen und Sammlungen nach der Herkunft (Provenienz) aller Kunst- und Kulturgegenstände geforscht, die im Zuge oder als Folge des nationalsozialistischen Gewaltregimes in das Museum gelangt sind. Die Provenienzforschung im Kunsthistorischen Museum wird systematisch und proaktiv in allen Sammlungen des Hauses betrieben. In den letzten 22 Jahren wurden dem Kunstrückgabebeirat insgesamt mehr als 40 Dossiers vorgelegt und rund 1000 Objekte an die ursprünglichen Eigentümer*innen bzw. an deren Rechtsnachfolger*innen zurückgegeben.

Zur Restaurierung der historischen Wand- und Deckenmalerei in der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung

Vortrag von Sammlungsdirektorin Regina Hölzl

An den Wänden der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung befinden sich Reproduktionen von Wandmalereien aus einem Gaufürstengrab in Mittelägypten. Sie wurden für die Wiener Weltausstellung 1873 angefertigt, da dort ein vergrößerter Nachbau des Grabes ausgestellt war. Später wurden die bemalten Kartonbahnen für die Ausgestaltung der ägyptischen Schauräume des Kunsthistorischen Museums verwendet. Seit der Eröffnung des Museums 1891 wurden sie weder umfassend restauriert noch gereinigt. Dies soll nun 2021 geschehen.

Das Krönungsevangeliar der Wiener Schatzkammer

Vortrag von Kunsthistoriker und Kurator Franz Kirchweger

Wenige andere Handschriften des Mittelalters können sich mit Rang und Bedeutung des Wiener Krönungsevangeliars messen. Es ist nicht nur Zeugnis für die Kirchenpolitik Karls des Großen (reg. 768-814), sondern auch für dessen Anspruch, im Abendland ein Kaisertum in der Nachfolge des antiken Imperium Romanum zu etablieren. Gestalt, Funktion und Geschichte dieser außergewöhnlichen Handschrift, die in weiterer Folge zu einem wesentlichen Bestandteil der Krönungszeremonien im Heiligen Römischen Reich werden sollte, stehen im Zentrum dieses Vortrags.

Was wir verbergen müssen. Gemälderückseiten und ihre Geschichten

Vortrag von Kurator Guido Messling

Zahlreiche Bildnisse des 15. und 16. Jahrhunderts weisen rückseitig originale Zierbemalungen, heraldische oder bildliche Darstellungen auf, die wichtige Rückschlüsse auf die Funktion der Werke und deren Besteller erlauben. Die Präsentation stellt einige dieser normalerweise nicht sichtbaren Rückseiten von Gemälden im KHM Wien vor und schließt mit einem besonders kuriosen Beispiel, das erst jüngst entschlüsselt werden konnte.

Frühlingserwachen: Die bunte Pracht der Blumen

Online-Führung mit Kunstvermittlerin Rotraut Krall in der Gemäldegalerie

Endlich erwacht die Natur wieder zu neuem Leben! Viele Künstler und Künstlerinnen verstanden die Schönheit der Pflanzen derartig perfekt einzufangen, dass wir sie beim Betrachten mit allen Sinnen genießen können. Aber oft sind auch geheimnisvolle Botschaften in der üppigen Blütenpracht verborgen. Lassen Sie sich von der Vielfalt der Farben und den verborgenen Geschichten verzaubern.

Vergänglichkeit aus Wachs und Glimmer – zur Restaurierung eines Vanitas-Sinnbildes der Geistlichen Schatzkammer

(Werkstatt-)Gespräch mit Restauratorin Barbara Goldmann aus der Restaurierwerkstatt der Kunst- und Schatzkammer

Ein Forschungsprojekt befasst sich mit dem wichtigsten noch erhaltenen Wachsobjekt aus dem Bestand der Kaiserlichen Schatzkammer, einer Allegorie zum Tode Kaiser Ferdinands III. von Daniel Neuberger. Eine Spurensuche führte zur Erkenntnis, dass das heutige, durch Glimmerauflagen stark glitzernde und funkelnde Erscheinungsbild des Kunstwerks, fast nichts mehr mit der ursprünglichen Oberflächengestaltung durch den Künstler gemein hat. Doch wer nahm die drastische Umgestaltungen des Kunstwerks vor und wie geht man heute damit um? Erfahren Sie mehr zu diesem spannenden Restaurierprojekt!

Wir danken für die Unterstützung des Wiener Städtischen Versicherungsverseins!

Frühlingsgefühle

Ein Rundgang durch die Gemäldegalerie mit Kunsthistoriker und Kunstvermittler Daniel Uchtmann

Aus den Erfahrungen von Liebesglück und Liebesschmerz schufen Künstler große Meisterwerke. Die Symbolik mancher Pflanzen und Tiere ist eng mit den Frühlingsgefühlen verbunden, wie die Rose als blühende Liebeserklärung oder der Hund als Sinnbild der Treue. Erleben wir berührende Kunstwerke, die von Sehnsüchten, vom Begehren und von den Verstrickungen der Liebe handeln. 

maybe manifested

Online-Preview der Ausstellung maybe manifested mit Fritz Fischer, Sammlungsdirektor der Kunst- und Schatzkammer

Die Akademie der bildenden Künste Wien schrieb 2019 in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum Wien und dem Verein zur generationsübergreifenden Kunst- & Kulturförderung einen Wettbewerb für Studierende aus: Eingereicht werden konnten Werke, die sich mit dem Thema Manifestation weltlicher und geistlicher Macht auseinandersetzen.

Berühren erwünscht – Kunst mit (fast) allen Sinne erleben

Rotraut Krall, Leiterin der Kunstvermittlung, stellt die barrierefreie Kunstvermittlung im Kunsthistorischen Museum vor

Seit mehr als 10 Jahren gibt es im Kunsthistorischen Museum ein abwechslungsreiches Angebot an Führungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. War dieses zuerst auf blinde und sehschwache Menschen fokussiert, findet heute regelmäßig ein breites Spektrum an Kunstvermittlung statt, das die unterschiedlichsten Formen der Beeinträchtigung berücksichtigt. Zahlreiche Projektförderungen unterstützten die Bemühungen, sodass die unausgesprochene Aufforderung »Berühren erwünscht« längst von allen Besucher*innen geschätzt wird. Der Talk möchte die Herausforderungen, die technologischen Möglichkeiten, aber vor allem den Mehrwert derartiger Angebote für das Museum und für die gesamte Gesellschaft unter die Lupe nehmen.

Die auf-den-Kopf-gestellte Welt von Burnacini

Kurator Rudi Risatti führt im Gespräch mit Kunsthistoriker Daniel Uchtmann durch die Ausstellung Groteske Komödie im Theatermuseum

Im Wien des 17. Jahrhunderts begeisterte dieser Künstler die Theaterwelt und den Kaiserhof gleichermaßen, und das 55 Jahre lang: der aus Oberitalien stammende Architekt, Grafiker, Bühnen- und Kostümbildner Lodovico Ottavio Burnacini (1636–1707).

Online-Talk mit Susanna Fritscher und Jasper Sharp

Ein Gespräch zur Installation der Künstlerin Susanna Fritscher im Theseustempel

Die heurige Ausstellung im Theseustempel ist ein immersives Environment der Künstlerin Susanna Fritscher (geboren 1960, Österreich). Diese vom Kunsthistorischen Museum in Auftrag gegebene und eigens für diese einzigartige Architektur kreierte Arbeit besteht aus einem Parcours aus tausenden durchscheinenden Silikonfäden, die sich vom Boden bis an die Decke erstrecken.

Maybe I manifested it

Präsentation der Videoarbeit Maybe I manifested it mit den Künstlerinnen Yul Koh und Sophie Anna Stadler

Diese Videoarbeit, der die Ausstellung maybe manifested ihren Titel verdankt, zeigt die Künstlerinnen als doppelköpfiges Hybridwesen aus geistlicher und weltlicher Macht beim Versuch, sich der Reichskrone zu nähern, sich ins Museum einzufügen, sich in die Geschichte einzuordnen oder sich auch dagegen zu sträuben. Durch das Unterbrechen von eigenen Aufnahmen mit Found Footage (gefundenem Filmmaterial) entsteht ein Teppich aus verschiedenen Wahrnehmungs- und Referenzebenen, eine Art Bewusstseinsstrom, der die Betrachter*innen einlädt, zu assoziieren.

Farbe in Schwarz-Weiß

Vortrag mit Kuratorin Sabine Pénot

Zu Ende des 19. Jahrhunderts perfektionierten sich die Techniken der fotografischen Gemäldereproduktion, die sich als neuer Erwerbszweig entwickelte. In diesem Kontext weckte auch die kaiserliche Galerie im Belvedere europaweit das Interesse von Fotografen, die sich auf Kunstreproduktionen spezialisiert hatten. Im Jahr 1887 erhielt der Hoffotograf Josef Löwy (1834-1902) den Zuschlag. Unterhalb des Stiegenabgangs vor der Terrasse des Palais Belvedere errichtete Löwy ein provisorisches Atelier.

Restaurierung der historischen Wand- & Deckenmalerei in der AEOS – Teil II

Vortrag von Regina Hölzl

Nach umfangreichen Vorarbeiten wurde Anfang Mai mit der Restaurierung der historischen Wandtapeten sowie der Deckenmalereien in Saal I der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung begonnen. Ein Teil der Tapeten wurde abgenommen und wird in der Werkstatt restauriert, bevor die Wiedermontage an den gereinigten und geglätteten Wänden erfolgt. Gleichzeitig mit den Restaurierungsarbeiten der Tapeten schreitet auch die Reinigung der Deckenmalereien und der Malereien an der Fensterfront voran. Nach der Fertigstellung der Arbeiten in Saal I werden die Restaurierungsarbeiten in Saal V fortgesetzt. Dieser Online-Vortrage wurde über Zoom aufgezeichnet, daher kann eine durchgehend einwandfreie Qualität des Videos nicht gewährleistet werden.

Herrschende Mode – Mode der Herrschenden

Vortrag von Kuratorin Katja Schmitz-von Ledebur

Die Entwicklung von Kleidermoden lag in vergangenen Zeiten nicht nur in den Händen der Herrschenden, sondern ihnen oblag zudem das Privileg, sich mit diesen Moden zu schmücken. Kenntnis von den aufwendigen Roben haben wir heute unter anderem durch repräsentative Porträts. Ausgehend von einigen Gemälden des Kunsthistorischen Museums wird im Vortrag den Fragen nachgegangen, wie Mode im Bild dargestellt wurde, was sie uns noch heute über die Porträtierten verrät und inwiefern politische Faktoren die Entstehung von Mode beeinflusst haben.

666 – Griechische Zahlenmagie als Schlüssel zum Rätsel der Offenbarung

Vortrag von Universitätsprofessor i.R. Hans Taeuber

Seit Jahrtausenden beschäftigt die Menschheit das Rätsel der Geheimen Offenbarung 13,18, wo die Identität eines teuflischen Monsters als „Mensch mit der Zahl 666“ angegeben wird. Zur Lösung muß man das griechische Zahlensystem heranziehen, bei dem jeder Buchstabe des Alphabets zugleich einen Zahlwert darstellt; man kann also jeden beliebigen Namen verschlüsseln, indem man aus dem Zahlenwert seiner Buchstaben die Quersumme bildet. Anhand rezenter Erkenntnisse der Epigraphik, unter anderem durch Auswertung ephesischer Graffiti, sowie unter Heranziehung moderner Methoden der Informatik kann ein neuer Vorschlag zur Identifizierung des „Monsters“ präsentiert werden.

Amazonas trifft auf Phrygien: Rubens’ Gewitterlandschaft und der Sturmdämon der Ticuna

Gespräch der beiden Kuratorinnen Claudia Augustat und Gerlinde Gruber

Zwischen 1620/25 bis 1636 arbeitet der Flame Peter Paul Rubens an einem Landschaftsgemälde, das er immer wieder erweitert und zum Schluss mit einer Szene aus Ovids Metamorphosen versieht. Im westlichen Amazonasgebiet entsteht um 1930 ein Maskengewand. In Rindenbast, Baumharz und anderen pflanzlichen Stoffen nimmt der Sturmdämon O’ma Gestalt an. Er ist das mächtigste und gefährlichste Geistwesen, das die Tikuna, eine indigen Gruppe Brasiliens, kennen. In der Ausstellung Höhere Mächte treten die beiden Werke aus so unterschiedlichen Kulturen und Zeiten gleichsam in einen Dialog, der überraschende Denkräume öffnet. Im Gespräch zwischen den Kuratorinnen Claudia Augustat und Gerlinde Gruber werden diese erkundet und auf ihre Bedeutung für unsere Gegenwart befragt.

Figurentheater von Richard Teschner

Vortrag von Kuratorin und Restauratorin Angela Sixt

Der Theatervisionär Richard Teschner entwickelte in der 1. Hälfte des 20. Jh. mit Hilfe moderner technischer Errungenschaften den so genannten „Figurenspiegel“. Mithilfe präziser Bewegungs-Mechanismen ließ er seine Figuren pantomimisch vor einem erwachsenen Publikum höchst ausdrucksstark tanzen. Video-Ausschnitte aus dem Sonnentanz, die originalen Regie- und Lichtpläne sowie Erläuterungen zur Hinter-Bühne sollen Einblick geben, wie noch heute Teschners „Schau-Spiele“ lebendig im Theatermuseum erhalten bleiben.

Mit dir keine Oper zu lang

Kurator Rudi Risatti im Gespräch mit den Autorinnen Christiane Mühlegger-Henhapel & Ursula Renner

Die Ausstellung Höhere Mächte, in der auch Alfred Rollers Verfügung „Für den Todesfall“ gezeigt wird, ist eine Gelegenheit, den neulich erschienenen Briefwechsel von Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss und Roller mit Titel „Mit dir keine Oper zu lang“, vorzustellen. Die Herausgeberinnen Christiane Mühlegger-Henhapel (Wien, Theatermuseum) und Ursula Renner (Freiburg, emeritierte Professorin an der Universität Duisburg-Essen) erhellen im Gespräch mit Kurator Rudi Risatti (Wien, Theatermuseum) die künstlerischen Beziehungen dieser Persönlichkeiten und geben Aufschluss über eine für die Musik- und Theatergeschichte besondere Kooperation.

Was ist Candomblé?

Vortrag von Mãe de Santo Patricia Pinheiro Crisóstomo

Im Candomblé wird der Kult von Gottheiten afrikanischer Herkunft, genannt Orixás, praktiziert. Wenngleich im 19. Jahrhundert in Bahia entstanden, hat sich Candomblé aus den religiösen Traditionen der afrikanischen Yoruba-, Jeje- und Bantu-Völker herausgebildet. Diese Traditionen wurden von versklavten Afrikaner*innen aus westafrikanischen Ländern wie Nigeria, Benin und Togo sowie aus dem südlichen Afrika nach Brasilien gebracht.

Höhere Mächte – Auf Augenhöhe

Gespräch zur Ausstellung Höhere Mächte mit Pater Gustav Schörghofer SJ und Kunsthistoriker Daniel Uchtmann

Mit der Ankunft der Pandemie in Österreich wurde die berühmte Sehenswürdigkeit der Pestsäule am Graben in Wien als Instrument der Frömmigkeit und Votivgabe reaktiviert. Davon zeugt ein Foto als Einleitung zur Ausstellung Höhere Mächte. In der Ausstellung selbst stehen Biblische Feuersbrünste, päpstliche Ornate, christliche Kreuzzugsideen, Rosenkränze und Hausaltäre im Dialog mit antiken Gottheiten und außereuropäischen Kulturen und ihren religiösen Vorstellungen – auf Augenhöhe?! Europäisch-christliche Sehgewohnheiten werden einerseits herausgefordert, andererseits eröffnen sich vielleicht unbekannte Parallelen.

Einblicke ins Museumsarchiv. Geschichte, Bestände, Projekte

Archivarin und Historikerin Susanne Hehenberger stellt das Archiv des Kunsthistorischen Museums Wien vor

Rund ein Jahrhundert nach dem Einzug der kaiserlichen Sammlungen in das 1891 eröffnete k. k. Kunsthistorische Hofmuseum wurde Mitte der 1980er Jahre ein eigenes Museumsarchiv eingerichtet. Aufgabe des Archivs war es von Anfang an, historisch relevante Dokumente und Realien, die für die »Hausgeschichte« interessant sind bzw. werden können, zu sammeln, aufzubereiten und der Forschung zugänglich zu machen. Der Vortrag gibt Einblicke in die Geschichte und die Bestände des Archivs, skizziert den abwechslungsreichen Arbeitsalltag im Museumsarchiv und illustriert abschließend anhand zweier sehr unterschiedlicher Projekte den Nutzen einer systematischen und intensiven Auseinandersetzung mit historischen Quellen.

Marmor, Stein und Eisen… Neue Forschungen zu Meisterwerken aus der Weltwunder-Stadt Ephesos

Vortrag von Georg Plattner, Direktor der Antikensammlung

Ephesos (in der heutigen Türkei) zählte zu den größten Städten der antiken Welt und war mit dem Artemis-Tempel als Weltwunder der Antike ein bedeutendes Zentrum des Mittelmeerraumes. Meisterwerke aus dem Theater und den prachtvollen Bädern in Ephesos wie die Bronzestatue eines Athleten und ein überaus lebendiger Fries, der Eroten auf der Jagd nach wilden Tieren zeigt, gelangten vor über 100 Jahren als Geschenk des Sultans nach Wien. Heute sind aktuelle Forschungsprojekte der Herstellungstechnik, Farbresten und wandernden Künstlern auf der Spur und erbringen manch überraschendes Ergebnis.

ART-ES. From real life into the world of art

Gespräch mit Kurator Rudi Risatti (Theatermuseum), Kuratorin Carmen González-Román (Universität Málaga) und Kunsthistoriker Daniel Uchtmann

Digitale Formate sind in den letzten Jahren auch in der Museumswelt zu einem wichtigen Instrument für die Vermittlung von kulturellen Inhalten geworden, doch erst die Pandemie und die damit verbundene Schließung von Museen haben gezeigt, welch großes Potential sie noch entfalten können. ART-ES. From real life into the world of art ist eine virtuelle Ausstellung, die die Vorzüge einer wissenschaftlichen Publikation und einer interaktiven Präsentation vereint. Als Ergebnis eines internationalen Forschungsprojekts fokussiert sie sich auf die Beziehungen zwischen den bildenden und darstellenden Künsten im frühneuzeitlichen Europa.

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