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Donnerstagabend im Museum
Verbringen Sie mit uns einen Abend im Kunsthistorischen Museum.

Jeden Donnerstag gibt es eine Führung, einen Vortrag, ein Gespräch oder eine Diskussion. Dabei soll die ganze Bandbreite der Museumsarbeit zur Sprache kommen. So auch das Restaurieren, die Architektur, das Archivieren und das Forschen. Internationale Expert*innen kommen ebenso zu Wort wie zeitgenössische Künstler*innen, um das Museum der Alten Meister an die Gegenwart anknüpfen zu lassen.

Wir wollen unseren Besucher*innen alles zeigen was unsere Arbeit betrifft, Raum für Diskussionen bieten und die bemerkenswerte Geschichte des Hauses und seine bedeutenden Sammlungen in allen Facetten vor Augen führen.
Sie sind herzlich eingeladen, unseren Veranstaltungen online zu folgen, solange diese aufgrund der derzeitigen Beschränkungen im Museum nicht möglich sind.

Do, 5. August,
18 Uhr

Was ist Candomblé?

Vortrag von Patricia Pinheiro Crisóstomo, Mãe de Santo, Bahia

Im Candomblé wird der Kult von Gottheiten afrikanischer Herkunft, genannt Orixás, praktiziert. Wenngleich im 19. Jahrhundert in Bahia entstanden, hat sich Candomblé aus den religiösen Traditionen der afrikanischen Yoruba-, Jeje- und Bantu-Völker herausgebildet. Diese Traditionen wurden von versklavten Afrikaner*innen aus westafrikanischen Ländern wie Nigeria, Benin und Togo sowie aus dem südlichen Afrika nach Brasilien gebracht.

Anmeldung zum Zoom-Vortrag per E-Mail unter talks@khm.at. Bitte geben Sie im Betreff »Candomblé« an. Sie erhalten die Zugangsdaten im Laufe des Veranstaltungstages per E-Mail.

Da aufgrund der derzeitigen Beschränkungen keine Veranstaltungen im Museum möglich sind, findet das Programm der Reihe Donnerstagabend im Museum online auf Zoom statt.

Hier finden Sie eine Anleitung für die Verwendung von Zoom.


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Haben Sie einen Vortrag oder ein Gespräch verpasst?

Kein Problem, hier sehen Sie auf einen Blick alle aufgezeichneten Folgen der Reihe Donnerstagabend im Museum. Stöbern Sie auch durch unseren Youtube-Kanal und entdecken Sie weitere spannende Videos zu unserem Haus!

Rubens‘ Große Gewitterlandschaft: Quellen der Inspiration

Vortrag von Kunsthistorikerin Gerlinde Gruber

Die Wiener Gewitterlandschaft des Peter Paul Rubens (1577-1640) verblieb im Besitz des Künstlers und ist ein beeindruckendes Zeugnis von seiner Offenheit für Anregungen verschiedenster Art. Es gelang ihm hier, die antiken Vorbilder mit Ideen Leonardos, Tizians, Pieter Bruegel des Älteren und vielem mehr zu einer originellen, überzeugenden und neuen Komposition zu verschmelzen. In mehreren Erweiterungen änderte er den Bildinhalt wesentlich und entwickelte aus einer dramatischen Landschaft eine mythologische Szene mit Happy End.

Alles wesentliche […] sichergestellt und in das Kunsthistorische Museum verbracht

Gespräch mit Provenienzforscherin und Historikerin Monika Löscher und Kunsthistoriker Daniel Uchtmann

Seit 1998 wird im Kunsthistorischen Museum basierend auf dem Bundesgesetz über die Rückgabe von Kunstgegenständen und sonstigem beweglichen Kulturgut aus den österreichischen Bundesmuseen und Sammlungen nach der Herkunft (Provenienz) aller Kunst- und Kulturgegenstände geforscht, die im Zuge oder als Folge des nationalsozialistischen Gewaltregimes in das Museum gelangt sind. Die Provenienzforschung im Kunsthistorischen Museum wird systematisch und proaktiv in allen Sammlungen des Hauses betrieben. In den letzten 22 Jahren wurden dem Kunstrückgabebeirat insgesamt mehr als 40 Dossiers vorgelegt und rund 1000 Objekte an die ursprünglichen Eigentümer*innen bzw. an deren Rechtsnachfolger*innen zurückgegeben.

Zur Restaurierung der historischen Wand- und Deckenmalerei in der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung

Vortrag von Sammlungsdirektorin Regina Hölzl

An den Wänden der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung befinden sich Reproduktionen von Wandmalereien aus einem Gaufürstengrab in Mittelägypten. Sie wurden für die Wiener Weltausstellung 1873 angefertigt, da dort ein vergrößerter Nachbau des Grabes ausgestellt war. Später wurden die bemalten Kartonbahnen für die Ausgestaltung der ägyptischen Schauräume des Kunsthistorischen Museums verwendet. Seit der Eröffnung des Museums 1891 wurden sie weder umfassend restauriert noch gereinigt. Dies soll nun 2021 geschehen.

Muse(e)n, Masken, Meisterwerke. Das Kunsthistorische Museum vor und nach Corona.

Vortrag von Geschäftsführer Paul Frey

Paul Frey führt Sie in einem Tour d‘Horizon durch die aktuelle Situation des KHM-Museumsverbands und spricht über Entwicklungen, Erfahrungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie über Aussichten und Wege aus der Krise.

Das Krönungsevangeliar der Wiener Schatzkammer

Vortrag von Kunsthistoriker und Kurator Franz Kirchweger

Wenige andere Handschriften des Mittelalters können sich mit Rang und Bedeutung des Wiener Krönungsevangeliars messen. Es ist nicht nur Zeugnis für die Kirchenpolitik Karls des Großen (reg. 768-814), sondern auch für dessen Anspruch, im Abendland ein Kaisertum in der Nachfolge des antiken Imperium Romanum zu etablieren. Gestalt, Funktion und Geschichte dieser außergewöhnlichen Handschrift, die in weiterer Folge zu einem wesentlichen Bestandteil der Krönungszeremonien im Heiligen Römischen Reich werden sollte, stehen im Zentrum dieses Vortrags.

Eine Jahrhundertsammlung

Vortrag von Klaus Vondrovec, Sammlungsdirektor des Münzkabinetts

Bei der Erforschung des antiken Orients gibt es nur wenige archäologische oder schriftliche Hinterlassenschaften, daher sind Münzen oft die wichtigste Quelle. Die aufgeprägten Bilder geben Einblick in unbekannte Herrscherdynastien und fremde Götterwelten. Dem Kunsthistorischen Museum gelang der Ankauf einer einzigartigen Münzsammlung, die – trotz der Kleinheit der Objekte – spektakuläre Stücke etwa der Kushan (ca. 1.–4. Jh. n. Chr.) oder der Sasaniden (3.–7. Jh. n. Chr.), von den Römern Perser genannt, enthält. Begeben Sie sich auf eine faszinierende numismatische Reise durch den antiken Orient, die dank zahlreicher Sponsoren ihr Ziel im Münzkabinett des KHM erreicht.

Was wir verbergen müssen. Gemälderückseiten und ihre Geschichten

Vortrag von Kurator Guido Messling

Zahlreiche Bildnisse des 15. und 16. Jahrhunderts weisen rückseitig originale Zierbemalungen, heraldische oder bildliche Darstellungen auf, die wichtige Rückschlüsse auf die Funktion der Werke und deren Besteller erlauben. Die Präsentation stellt einige dieser normalerweise nicht sichtbaren Rückseiten von Gemälden im KHM Wien vor und schließt mit einem besonders kuriosen Beispiel, das erst jüngst entschlüsselt werden konnte.

Frühlingserwachen: Die bunte Pracht der Blumen

Online-Führung mit Kunstvermittlerin Rotraut Krall in der Gemäldegalerie

Endlich erwacht die Natur wieder zu neuem Leben! Viele Künstler und Künstlerinnen verstanden die Schönheit der Pflanzen derartig perfekt einzufangen, dass wir sie beim Betrachten mit allen Sinnen genießen können. Aber oft sind auch geheimnisvolle Botschaften in der üppigen Blütenpracht verborgen. Lassen Sie sich von der Vielfalt der Farben und den verborgenen Geschichten verzaubern.

Vergänglichkeit aus Wachs und Glimmer – zur Restaurierung eines Vanitas-Sinnbildes der Geistlichen Schatzkammer

(Werkstatt-)Gespräch mit Restauratorin Barbara Goldmann aus der Restaurierwerkstatt der Kunst- und Schatzkammer

Ein Forschungsprojekt befasst sich mit dem wichtigsten noch erhaltenen Wachsobjekt aus dem Bestand der Kaiserlichen Schatzkammer, einer Allegorie zum Tode Kaiser Ferdinands III. von Daniel Neuberger. Eine Spurensuche führte zur Erkenntnis, dass das heutige, durch Glimmerauflagen stark glitzernde und funkelnde Erscheinungsbild des Kunstwerks, fast nichts mehr mit der ursprünglichen Oberflächengestaltung durch den Künstler gemein hat. Doch wer nahm die drastische Umgestaltungen des Kunstwerks vor und wie geht man heute damit um? Erfahren Sie mehr zu diesem spannenden Restaurierprojekt!

Wir danken für die Unterstützung des Wiener Städtischen Versicherungsverseins!

Frühlingsgefühle

Ein Rundgang durch die Gemäldegalerie mit Kunsthistoriker und Kunstvermittler Daniel Uchtmann

Aus den Erfahrungen von Liebesglück und Liebesschmerz schufen Künstler große Meisterwerke. Die Symbolik mancher Pflanzen und Tiere ist eng mit den Frühlingsgefühlen verbunden, wie die Rose als blühende Liebeserklärung oder der Hund als Sinnbild der Treue. Erleben wir berührende Kunstwerke, die von Sehnsüchten, vom Begehren und von den Verstrickungen der Liebe handeln. 

maybe manifested

Online-Preview der Ausstellung maybe manifested mit Fritz Fischer, Sammlungsdirektor der Kunst- und Schatzkammer

Die Akademie der bildenden Künste Wien schrieb 2019 in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum Wien und dem Verein zur generationsübergreifenden Kunst- & Kulturförderung einen Wettbewerb für Studierende aus: Eingereicht werden konnten Werke, die sich mit dem Thema Manifestation weltlicher und geistlicher Macht auseinandersetzen.

Berühren erwünscht – Kunst mit (fast) allen Sinne erleben

Rotraut Krall, Leiterin der Kunstvermittlung, stellt die barrierefreie Kunstvermittlung im Kunsthistorischen Museum vor

Seit mehr als 10 Jahren gibt es im Kunsthistorischen Museum ein abwechslungsreiches Angebot an Führungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. War dieses zuerst auf blinde und sehschwache Menschen fokussiert, findet heute regelmäßig ein breites Spektrum an Kunstvermittlung statt, das die unterschiedlichsten Formen der Beeinträchtigung berücksichtigt. Zahlreiche Projektförderungen unterstützten die Bemühungen, sodass die unausgesprochene Aufforderung »Berühren erwünscht« längst von allen Besucher*innen geschätzt wird. Der Talk möchte die Herausforderungen, die technologischen Möglichkeiten, aber vor allem den Mehrwert derartiger Angebote für das Museum und für die gesamte Gesellschaft unter die Lupe nehmen.

Die auf-den-Kopf-gestellte Welt von Burnacini

Kurator Rudi Risatti führt im Gespräch mit Kunsthistoriker Daniel Uchtmann durch die Ausstellung Groteske Komödie im Theatermuseum

Im Wien des 17. Jahrhunderts begeisterte dieser Künstler die Theaterwelt und den Kaiserhof gleichermaßen, und das 55 Jahre lang: der aus Oberitalien stammende Architekt, Grafiker, Bühnen- und Kostümbildner Lodovico Ottavio Burnacini (1636–1707).

Online-Talk mit Susanna Fritscher und Jasper Sharp

Ein Gespräch zur Installation der Künstlerin Susanna Fritscher im Theseustempel

Die heurige Ausstellung im Theseustempel ist ein immersives Environment der Künstlerin Susanna Fritscher (geboren 1960, Österreich). Diese vom Kunsthistorischen Museum in Auftrag gegebene und eigens für diese einzigartige Architektur kreierte Arbeit besteht aus einem Parcours aus tausenden durchscheinenden Silikonfäden, die sich vom Boden bis an die Decke erstrecken.

Maybe I manifested it

Präsentation der Videoarbeit Maybe I manifested it mit den Künstlerinnen Yul Koh und Sophie Anna Stadler

Diese Videoarbeit, der die Ausstellung maybe manifested ihren Titel verdankt, zeigt die Künstlerinnen als doppelköpfiges Hybridwesen aus geistlicher und weltlicher Macht beim Versuch, sich der Reichskrone zu nähern, sich ins Museum einzufügen, sich in die Geschichte einzuordnen oder sich auch dagegen zu sträuben. Durch das Unterbrechen von eigenen Aufnahmen mit Found Footage (gefundenem Filmmaterial) entsteht ein Teppich aus verschiedenen Wahrnehmungs- und Referenzebenen, eine Art Bewusstseinsstrom, der die Betrachter*innen einlädt, zu assoziieren.

Farbe in Schwarz-Weiß

Vortrag mit Kuratorin Sabine Pénot

Zu Ende des 19. Jahrhunderts perfektionierten sich die Techniken der fotografischen Gemäldereproduktion, die sich als neuer Erwerbszweig entwickelte. In diesem Kontext weckte auch die kaiserliche Galerie im Belvedere europaweit das Interesse von Fotografen, die sich auf Kunstreproduktionen spezialisiert hatten. Im Jahr 1887 erhielt der Hoffotograf Josef Löwy (1834-1902) den Zuschlag. Unterhalb des Stiegenabgangs vor der Terrasse des Palais Belvedere errichtete Löwy ein provisorisches Atelier.

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